Ulle & Rick

Ulle & Rick

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00:00:01:

00:00:04: Der Podcast.

00:00:06: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Ulle und Rick.

00:00:10: strampeln, strampeln, strampeln das ganze Jahr lang durch.

00:00:14: Wir sind im Dezember angekommen und ich begrüße mich wieder per Internet zugeschaltet.

00:00:19: Der liebe Jan Ulrich Halialo.

00:00:21: Hallo Rick, ich freue mich, dass wir uns wieder hören.

00:00:25: Und ja, Leute, seid ihr also von meiner Seite auch herzlich willkommen.

00:00:29: Es ist ja Weihnachten.

00:00:30: Ich hoffe, ihr seid alle schon in Weihnachtsstimmung.

00:00:33: Und heute haben wir, da freue ich mich ganz besonders drauf, einen ganz besonderen Gast, Erik Zabel ist für uns.

00:00:39: Das passt ja ganz gut zu Weihnachten, Familie, Familienfest.

00:00:43: Und ja, ich freue mich sehr.

00:00:46: Ete, wir haben uns schon lange nicht mehr gehört.

00:00:48: Wie geht's dir?

00:00:48: Ja,

00:00:49: gut geht's.

00:00:50: Hallo, Ulle, Heinrich.

00:00:52: Danke für die Einladung.

00:00:54: Ganz genau, ihr müsst euch das so vorstellen, ich sitze mit meinem Papa nebeneinander, ich bin gerade in Una, dort wo meine Eltern immer noch wohnen und Ulle und ich haben uns überlegt, wen könnten wir für die Dezemberfolge einladen und da haben wir gedacht, wie Ulle gerade schon gesagt hat, Weihnachten-Thema-Familie-Kombe-Machen irgendwie so einen familiären Jahresrückblick auch mit euch als Podcast-Community.

00:01:20: Und ich will auch gerade mal die Chance nutzen, um einmal Danke zu sagen, denn Ulle, unser Podcast ist in den Top-Tender... deutschen Sport Podcast auf Platz sieben der Spotify Sport Podcast also mit uns glaube ich nur Fußball Podcast da drin ein Fußball Podcast ein Basketball Podcast ein Radsport Podcast und sonst nur Fußball Podcast wieder auf Platz sieben und da einfach mal vielen vielen Dank.

00:01:43: absolut finde ich absolut Wahnsinn.

00:01:45: wir haben ja erst im Mai angefangen und da jetzt trotzdem da irgendwie eine der größten Sport Podcast in Deutschland zu sein freut uns natürlich sehr.

00:01:53: da einfach ein großes Dankeschön an alle die dieses Jahr zugehört haben.

00:01:57: Und genau, was uns diese Folge erwarten soll, ich würde sagen, ihr könnt euch auf eine Folge mit zwei Legenden freuen, mit Jan Ulrich, mit Eric Zabel.

00:02:06: Wir werden keinen Jahresrückblick machen, natürlich auf das Jahr zurückblicken.

00:02:09: Und natürlich auch gerade mal einordnen, in welcher Saisonphase wir eigentlich sind.

00:02:13: Und da kann ich eigentlich direkt die Phase an euch beiden rüber spielen.

00:02:18: Also wir sind ja jetzt im Winter.

00:02:20: Es ist eigentlich die Zeit, wo der Straßenradsport ruht.

00:02:23: Kross ist Thema, Bahnradsport ist Thema.

00:02:26: Und wir sehen auch schon ganz, ganz viele Straßenprofis im Trainingslager.

00:02:31: Ich meine, wir nehmen jetzt hier kurz vor Weihnachten auf.

00:02:33: Wenn ihr die Folge hört, ist der erste Weihnachtsfeiertag, meine ich, der feinste und zwanzigste zwölfte.

00:02:38: Deswegen erst mal frohe Weihnachten.

00:02:39: Aber frag an euch beiden, frag an dich, Ole, frag an meinem Papa.

00:02:44: Weihnachten als Radprofi für euch damals, wie war das?

00:02:47: Seid ihr da?

00:02:48: bis zum vierundzwanzigsten morgens auf Mallorca gewesen und zurückgeflogen und hab trainiert und dann mal drei Tage die Beine hochgelegt.

00:02:55: Wie war das für euch als Radprofi damals?

00:02:58: Ja, soll ich mal anfangen, Ehte.

00:02:59: Sehr gerne.

00:03:01: Das hat sich eigentlich nicht groß geändert zu heute.

00:03:04: Also wir waren damals ja auch im Trainingslager und tatsächlich war ich meistens, wenn ich zum Beispiel in Südafrika trainiert habe, bin ich meistens erst am vierundzwanzigsten zurückgekommen.

00:03:13: mit vielen vielen Kilometern Trainingskilometer in den Beinen und dann habe ich tatsächlich ein bisschen rausgenommen, Weihnachten mit der Familie verbracht, ein bisschen, ja, ein bisschen Weiterstimmung aufgesaugt.

00:03:24: Natürlich nebenher so ein bisschen trainiert und dann ging es eigentlich schon wieder so meistens am zweiten, dritten Januar ins Trainingslager, meistens dann in Mallorca Richtung Mallorca und da ging es dann praktisch weiter.

00:03:36: Also da haben wir sehr, sehr viel Kilometer.

00:03:38: Meistens habe ich begonnen.

00:03:40: Ein bisschen später, Ende November, Anfang Dezember, habe ich meistens mit dem Training begonnen mit der Saison und dann hieß es erst mal Frühjahr im G-Satz zu heute, also wir haben Frühjahr, oder ich persönlich habe Frühjahr sehr, sehr lange Kilometer, ruhige Kilometer, also erst mal ein Ausdauerblock gesetzt.

00:03:58: Was gar nicht immer so witzig war, was eigentlich ziemlich langweilig war.

00:04:01: Aber Trainingslage im Dezember fand ich immer ganz, ganz, ganz gut noch, weil da war der Stress noch nicht irgendwie so da mit den ganzen Rennen und so weiter.

00:04:08: Man konnte sich in Ruhe vorbereiten und man konnte sich dann auch Weihnachten freuen, also sowas bei mir.

00:04:14: Papa, wie war's bei dir?

00:04:14: Wie sieht

00:04:14: das bei dir aus?

00:04:18: Ja, ich würde dann auch anfangen so im November.

00:04:20: Bei mir war ja ganz oft... noch sechs tagerin dortmund münchner sechs tagerin.

00:04:27: es ging meistens so bis Mitte november dann zwei wochen urlaub und dann danach war er meistens team treffen so ende november anfang december und ja im anschluss ans team treffen ging es für uns ja eigentlich schon ins erste trainingslager december offen privat also Wir waren Kalifornien, Mallorca, Teneriffa, Lanzarote und eigentlich ... Also, wenn wir früh zurückgekommen sind, dann sind wir am XXIII.

00:05:05: Dezember zurückgekommen, ganz oft erst am XXIV.

00:05:09: Gerade die Überseeflüge war ja dann meistens so Nachtflug, dass man dann irgendwie so zwischen sieben und zehn Uhr am XXIV gelandet ist.

00:05:20: Und die Daumen drückt hat, dass mit dem Flug alles klappt, dass man den Heiligahm mit der Familie verbringt.

00:05:27: Ja, dann war für mich eigentlich traditionell zweiter Weihnachtsfeiertag der große Weihnachtspreis in der Westfalenhalle Bahnrennenumnium der Asse, sodass man natürlich dann heilig Abend und ersten Feiertag ein bisschen nicht schlemmt hat und das hat man dann spätestens bei den Tausend Meter fliegend, hat man das bereut.

00:05:51: Ja, das ist sehr wichtig zu hören, weil ... Für mich ist das natürlich auf der einsette Kindheit hier, also wie Papa gerade gesagt hat, ich habe eigentlich so... Dann bis die Weihnachtsferien in der Schule kamen oder im Kindergarten die Adventszeit jeden Tag Adventskalender Türchen öffnen mit meiner Mama, die eigentlich meistens alleine verbracht.

00:06:09: Und dann hat man sich immer gefreut, dass der Papa dann einen heiligen Abend endlich zurückkommt.

00:06:14: Und dann auch, was du gerade angesprochen hast, Bahnradsport in der Dortmunder Westfalenhalle.

00:06:20: Zweiter Weihnachtsfeiertag immer großer Weihnachtspreis.

00:06:23: Also ich habe dann immer den zweiten Weihnachtsfeiertag als Fan auf den Zuschauer-Rängen verbracht und habe da angefeuert.

00:06:29: Und später, als ich selber Radprofi werden durfte, war das dann ja ähnlich.

00:06:32: Also, dass ich auch meistens gegen die Team-Trainingslage bis zum zwanzigsten Dezember, einundzwanzigsten, und dann hat man halt nochmal privat zwei, drei Tage verlängert und wirklich eigentlich... Ja, so spät wie möglich, vor Heiligabend zurückzukommen, wenn man sich noch so ein bisschen eingeredet hat, okay, ich muss jetzt wirklich noch jeden Kilometer eigentlich nutzen, um dann an Weihnachten nochmal richtig reinzuhauen.

00:06:54: Und dann dürfte man nochmal zwei, drei Tage ein bisschen die Trainingsbelastung rausnehmen, dürfte sich ausrund auf das Essen.

00:07:00: Und danach ging es ja dann meistens maximal eine Woche zu Hause, aber eigentlich über Silvester ging es schon wieder oft nach Mallorca dann direkt weiter trainieren.

00:07:10: Je nachdem, ob man die Tod und Ander fährt im Januar direkt oder später in die Saison einsteigt, ansonsten hat dann Anfang Januar meistens natürlich auch direkt das nächste größte Team Trainingslager gewartet.

00:07:20: Und das führt mich auch direkt zu den nächsten Fragen, die ich an euch habe.

00:07:25: Erstmal bleiben wir noch beim Thema Kross- und Bahnradsport.

00:07:29: Ich meine, dass ihr alle große, dass ihr beiden große Straßenprofis geworden seid und gerade bei der Tour de France großer Folge gefeiert habt, ist mir klar.

00:07:37: Aber bei Papa weiß ich es ja so ein bisschen.

00:07:39: Sechs Tagerennen im Winter oft.

00:07:41: Wie seid ihr in der Jugend, seid ihr im Nachwuchsbereich auch Krossrennen und Bahnrennen gefahren?

00:07:46: Wie war das bei euch?

00:07:49: Also tatsächlich, also wir sind ja, ich bin ja auch in der DDR groß geworden, war dann auf der Sportschule und da gab es dann, ich glaube ab zwölf Jahre, davor war Kostlauf und im Winter viel und ab zwölf durfte man dann die auf die breiten Reifen umsatteln, also Kosträder.

00:08:06: Und da sind wir tatsächlich im Winter auch Kost gefahren, neben dem Winterbahn natürlich, also auf der Bahn sind wir viel gefahren, wir haben sehr viel Athletik gemacht, also das war eine sehr, sehr allgemeine Ausbildung, wie ich fand, wo ich auch persönlich noch sehr, sehr lange von gezehrt habe.

00:08:22: Und später bin ich dann tatsächlich im Juniorenbereich, bin ich ein Jahr mal, das war einundneinzig, bin ich tatsächlich mal eine Junioren-Weltmeisterschaft mitgefahren in Holland, in Gieten.

00:08:32: bin da fünfte im Kross, also Zeigelkross geworden tatsächlich.

00:08:37: Das war auch ganz witzig, da bin ich als erstes auf die Ziel gerade.

00:08:40: Und damals gab es so Haken-Bedalen beim Cross, also da gab es doch keine Klick-Bedalen.

00:08:44: Das war ein Eintracht.

00:08:46: Und da bin ich in meine Bedale reingekommen und dann sind tatsächlich von fünf mann Spitzengruppe ich der fünfte im Sprint gewonnen.

00:08:53: Aber, aber sonst war, ich fand das immer ganz, ganz toll in Berlin auch.

00:08:57: Auf der Werner Seelenbinder, da hatte ich das ja damals.

00:09:00: Du kennst das super, super gut auch.

00:09:02: Bist ja auch viel gefahren.

00:09:04: Dass wir da die ganzen Bahnenrennpunkte fahren, Ausscheidungsrennen, einer Verfolge.

00:09:09: Mannschaftsrennen und so weiter.

00:09:11: Also das fand ich immer super.

00:09:13: Und da ist man auch immer super fit geblieben irgendwie, auch durch die ganzen intensiven Bahnenkilometer, durch das Kosttraining.

00:09:20: Und ja, ich war auch der Berliner Meister.

00:09:23: Wir hatten ja kurz vorher gesprochen, Erik.

00:09:25: Du warst ja auch Berliner Meister im Kross.

00:09:27: Also ich fand das immer ganz, ganz, ganz witzig.

00:09:30: Und da kommt man ja auch so ein bisschen wieder in Deutschland auch zurück.

00:09:33: Also auch meine Kinder fahren mittlerweile Zykelkross.

00:09:36: Die haben auch jetzt vor zwei Wochen gerade die Baden-Württembergische Meisterschaft hier gehabt.

00:09:41: In Offenburg, zweiter und dritter Platz in der U-Fünfzehn, U-Siebzehn.

00:09:45: Also das finde ich immer ganz gut, dass man so in den jungen Jahren, wenn man so anfängt, dass man da so ein bisschen breit aufgestellt ist.

00:09:53: Ja?

00:09:53: Absolut.

00:09:56: War bei mir natürlich genauso.

00:09:58: Erst Crosslauf, dann später AK-III.

00:10:04: Krossrennen mit sozusagen mit Krossrädern.

00:10:08: Und das Training, das war, wir haben ja direkt in Berlin-Weißen See hinter der Radrennmann, war ja so ein Krossgelände.

00:10:18: Da haben wir viel trainiert.

00:10:20: Und ja, das war natürlich eine perfekte Abwechslung zu dem quasi stupiden Straßentraining.

00:10:27: Und es hat mir viel Spaß gemacht.

00:10:28: und später dann.

00:10:31: gab es ja auch, glaube ich, irgendwie so ein Federationsentscheid vom DRSV, der DDR, deutscher Radsportverband.

00:10:40: Das Krost einfach zu Materialintensiv wurde und dann wurde das ab der B-Jugend, wurde das dann für uns die Strichen und dann gab es halt wirklich nur noch Bahn und Straße, aber eben auch für alle.

00:10:56: Und ja, also die... Die Jugend- und Unionrennen, die waren ja, die gingen ja meistens im November los und haben sich dann so bis Anfang Dezember reingezogen.

00:11:06: Und die Leistungsklasse, die Männerklasse, die fuhren ja dann den kompletten Dezember und noch ein Teil vom Januar auf der Berliner Winterbahn in der Werner-Seelminder-Halle.

00:11:17: Ja,

00:11:19: genau.

00:11:19: Die Bahn, die war relativ schmal, mit langen Graden und extrem stellen Kurven.

00:11:27: Ja, das war immer wie ein Schauspiel zu sehen, wenn dann die B-Jugend zu den Wettkämpfen alleine schon zu den Trainingseinheiten teilweise hin musste.

00:11:39: Und dann hieß es heute zweier Mannschaftstraining oder... Zweier Mannschaftsrennen.

00:11:44: Da waren natürlich alle älteren Klassen, waren auf der Tribüne gesessen und haben sich das Schauspiel angeboten.

00:11:52: Da kann ich wieder erinnern, da war ja noch nicht mit Hände anschieben, sondern da hat man ja noch so eine Papierrolle hinten in die Hose.

00:12:00: dass man da dann hingreifen kann.

00:12:02: Und da gab es natürlich ganz viele Stürze.

00:12:03: Also da habe ich auch von Peter Becker, mein Trainer damals, gelernt, Wunden auszubößten, mit so einer Dratbürste, so eine halbe Dratbürste.

00:12:12: Weil da dann der ganze Dreck drin war, ja.

00:12:15: Aber verstehe ich das also richtig, weil das wäre auf jeden Fall ein Unterschied zwischen meiner Nachwuchszeit gewesen, als ich damals angefangen habe.

00:12:23: War relativ klar, dass gesagt wurde, Entweder man fährt Cross oder man fährt Bahn.

00:12:30: Beides ging damals bei mir nicht.

00:12:32: Und ich weiß noch, die Zeit, in der ich noch in Una im Radverein war, war ein Radsport auch deutlich.

00:12:39: Ich sag mal, einfach populärer.

00:12:41: Da war es aber ein bisschen nervig, weil man halt immer nach Bütgen fahren musste.

00:12:44: Es war dann immer durch den Berufsverkehr nach der Schule oder so, eine Stunde hin, Bahndringen wieder zurück.

00:12:49: Ich meine, wenn man jetzt irgendwie in der Nähe Köln-Nüsseldorf wohnt, dann ist es nicht so weit, dann ist es okay.

00:12:53: Aber aus Unha war das schon immer gefühlt eine Weltreise.

00:12:57: Später, als ich in Erfurt auf der Sportschule war, war es deutlich einfacher, weil man natürlich eine Radrennbahn hatte.

00:13:02: Und das Maximale, was ich im Cross gemacht habe, ist irgendwie mal Bike and Run.

00:13:06: Das war so ein... Trainingsmethode meines alten Trainers damals.

00:13:11: Das hieß immer, da musste man zwei Teams, zwei Leute musste sich zusammenwürfeln, die ungefähr dieselbe Körperproportionen hatten, Körpergröße.

00:13:19: Und dann durfte einer auf dem Rattendeben herfahren, das war die Pausenszeit und der andere musste nebenbei joggen.

00:13:24: Dann halt immer so zehn Minuten, dann wurde mal gewechselt.

00:13:27: Das heißt, das joggen war das Intensive und auf dem Rattendeben herfahren waren die Pausenszeit.

00:13:31: Aber näher bin ich dem Krossbereich nie gekommen, wenn ich ehrlich bin.

00:13:35: Ich bin immer auf der Bahn gewesen, dann war auch Wind Bahn immer an Frankfurt oder das weiß ich noch Lehrgänge Frankfurt oder dann aus erfutter hingefahren.

00:13:42: und mittlerweile ist ja die bahn in Frankfurt oder glaube ich zu hundfünfzig Meter.

00:13:46: also ist ja die alte bahn wurde abgerissen und neu gebaut das die halt jetzt sag ich mal den uci konform ist.

00:13:53: aber die alte bahn in Frankfurt oder die war ja irgendwie glaube ich auf jeden Fall zwei hundfünfund achtzig Meter und das war ja die breiteste und steilste Wand, auf der ich zumindest mal jemals auf der Radrennbahn gefahren bin.

00:14:04: Da weiß ich noch, dass ich erst mal irgendwie sieben oder acht Anläufe gebraucht habe, mich überhaupt zu trauen, durch die Kurve zu fahren.

00:14:09: Also weil die Kurve so breit und steil war, dass wenn man da oben gefahren ist und runter geschaut hat, dass man gedacht hat, wenn ich hier runter rutsche, das will ich mir ersparen.

00:14:19: Also wart es bei euch, also ich habe ein bisschen von meiner Zeit erzählt ausgeholt, aber konnte man bei euch beides machen, Bahn und Cross?

00:14:27: Ja bis... Bis Ende Altersklasse XIII.

00:14:31: Ja.

00:14:31: Also okay, sehr jung.

00:14:33: Also quasi bei den Schülern, da war es ja sogar so, dass wir während der ganz normalen Sommersaison hatten wir mittwochs immer den Olympiapreis auf der Betonbahn in Berlin-Weißensee.

00:14:48: An den Wochenenden hatten wir meistens Rundstreckenrennen und im Winter dann Crossrennen.

00:14:58: Und erst mit der, ja quasi ab der Clubzeit, der Sportclubzeit, all das Klasse XIV aufwärts, gab es dann die komplette Trennung, das Cross weggelassen wurde, aus materialechnischen Gründen, wie ich schon vorhin gesagt, oder materiell intensivsten Gründen.

00:15:16: Und selbst dann gab es quasi für alle diese obligatorische Startpflicht, Bahn und Straßenrennen teilzunehmen.

00:15:28: Kurioserweise war es dann aber so, dass so für die Auswahlmannschaften, also Union ging das ja denn los, Union Nationalmannschaft, Jugendwettkämpfe der Freundschaft und Union WM, waren die Höhepunkte.

00:15:44: Da wurde dann aber wieder ganz klar getrennt zwischen Straßenkader und Bahnkader.

00:15:48: Also das war zu meiner Zeit gar nicht möglich, dass ein Top-Talent, was vielleicht zum Beispiel einer Verfolgung sehr gut gefahren ist und dann mit den Fähigkeiten dann zum Beispiel auch in der Topstraßenfahrer gewesen wäre.

00:16:04: Das war gar nicht möglich.

00:16:05: Da hieß es immer entweder oder.

00:16:06: Richtig.

00:16:08: Und

00:16:09: direkt eine Anschlussfrage, das sind zwei Anschlussfragen von mir.

00:16:12: Also das erste ist, ich fahre übermorgen.

00:16:15: Also wenn ihr den Podcast hört, ist das Rennen schon vorbei, aber übermorgen fahre ich ... am Montag das Turbo Cross in Hofstade.

00:16:22: Everwood Schwab, das ist so ein großer YouTuber aus Belgien, ... ... der lädt einen, der macht ein Cross-Rennen ... ... und ich fahre da auch mit.

00:16:28: Und ich habe mich da jetzt die ganze Zeit drauf gefreut ... ... bis ich festgestellt habe, ... ... dass es da zwei Kategorien gibt.

00:16:34: Also es gibt einmal ... ... die Celebrity Man Kategorie ... ... und da dachte ich, dass ich damit fahre ... ... als Ex-Profi.

00:16:40: Also da fahren halt so YouTuber ... ... und also einfach bekannte Persönlichkeiten ... ... aus den Benelungsstaaten vor allen Dingen mit.

00:16:46: Und dann habe ich aber jetzt gesehen, jetzt gibt es aber noch eine Pro-Man-Kategorie, davon glaube ich, acht Zwischenfahrer mit.

00:16:51: Und da muss ich mitfahren.

00:16:52: Und da fahren nur so Marcel Meisen und so Kollegen mit.

00:16:55: Ich glaube, ich werde da richtig auf den Sack kriegen bei der Geschichte.

00:16:58: Das heißt, habt ihr noch mal ein Tipp für mich?

00:17:02: Was ist im Kross wichtig?

00:17:03: Also ich bin wirklich, ich muss morgen Form retten.

00:17:07: muss ich nochmal eine Position auf dem Rat ein bisschen einstellen.

00:17:09: Ich weiß nicht, was für einen Luftdruck ich fahre und technisch bin ich jetzt auch nicht so.

00:17:13: Habt ihr vielleicht noch mal jetzt zu sitzen?

00:17:15: Ich schaue mal im Kurs rennen.

00:17:16: Ich glaub für ein Tipp ist jetzt zu spät.

00:17:21: Ablagen, das Rennen.

00:17:24: Vielleicht kommen sie doch noch in die Kategorie der YouTuber oder irgendwo, da ein bisschen mitfässt, ein bisschen Spaß.

00:17:29: Ich glaube, das ist schon eine richtige Spezialität, also eben Meisen und so weiter als ehemaliger Top-Profi, er ist ja jahrelang als Profi auch gefahren.

00:17:40: Die machen da schon verrückte Sachen im Gelände.

00:17:42: Da wirst du wahrscheinlich auch Papa auf der Nase legen, je nachdem wie es Wetter ist.

00:17:48: Aber jetzt so groß, in einem Tag da noch ein Tipp zu... Du bist ja in Form.

00:17:52: Also so... Was drücken die Beinchen?

00:17:55: Das geht ja wahrscheinlich, ne?

00:17:56: Also du bist ja...

00:17:58: Weiß ich nicht mehr.

00:17:59: Werd ich berichte im nächsten

00:18:02: Punkt... Aber ich finde das tatsächlich beeindruckend, weil, wo ich jetzt bei den Kindern vor zwei Wochen mit dabei war, wie die dann an der Startlinie... Und Cross ist ja so, das geht ja von Null auf... Tausend, ja?

00:18:13: Also die Fahrende, die sind dann so wie Rennenpferde, sitzt an der Startlinie und dann wird gefiffen oder geschossen, der Startschuss und dann flitzen die da los, aber wie eine Herde, wie so eine wild gewordene Bullenherde.

00:18:27: Und dann ist ja in den Altersklassen, ist ja eine halbe Stunde, glaube ich, so fünfundzwanzig Minuten, eine halbe Stunde sowas.

00:18:33: Und dann ziehen die da maximal durch.

00:18:35: Also es ist schon sehr beeindruckend, wie die los schießen.

00:18:37: Da wüsste wahrscheinlich gleich mal, sich warm fahren müssen ordentlich.

00:18:40: Also das ist mein Tipp.

00:18:41: Ordentlich auf der Rolle, nehmt ihr mal eine Rolle mit, dass du dich warm fährst, dass die Muskulatur und die Lungen schon mal so ein bisschen auf Betriebstemperatur sind.

00:18:50: Ansonsten einfach Spaß haben.

00:18:52: Okay.

00:18:53: Also ich sehe das genau so, egal welchen Tipp wir jetzt geben würden.

00:18:59: Und unsere Crosserfahrung liegen jetzt mittlerweile auch schon vierzig Jahre zurück.

00:19:04: Nach dem Start.

00:19:06: wo das erste mal so richtig schön der blute schmack die speiseröhre hochkommt genau

00:19:12: genau

00:19:13: da ist man ja sowieso vor lauter überbelastung und vor lauter laktat ist man ja ständig kurz vor der on macht und macht.

00:19:22: man macht auch die die simpelsten fehler also aufspringen abspringen vor vor irgendwelchen hindernissen dann vielleicht das fahrrad noch kontrolliert halten.

00:19:34: All das gelingt einem ja dann nicht mehr, weil man so platt ist und so am Limit agieren muss.

00:19:42: dass eigentlich jeder Tipp jetzt auch sinnlos wäre, weil den Hatrik sowieso nach der Startgrade schon wieder vergessen.

00:19:48: Ich kann euch nur sagen, das läuft am Montag, also witzigerweise, das ist Turbo Cross, das ist eine Riesenveranstaltung, da ist halt wirklich, das läuft bei Sportster einfach live im Fernsehen, die Rennen.

00:20:02: Und also erst die Profis, Frauen, Männer, Profis fahren da auch, also Mathieu von der Prüfer der Ordnermittags.

00:20:08: Und dann, glaub ich, wenn die Profi-Rennen vorbei sind, dann beginnt, sag ich mal, dieser Entertainment-Teil.

00:20:14: Und die haben jetzt, oder ich hab zumindestens gesehen dort schon die ersten Sneak Peaks der Strecke.

00:20:21: Das hat auch eigentlich eher was mit Takeshi's Castle als mit Crossbrennen zu tun.

00:20:26: Weil man kennt ja zum Beispiel diese Hürden, über die man drüber springen muss.

00:20:30: Genau.

00:20:30: Die sind aber besonders hoch.

00:20:32: Also, die sind so hoch, dass da jemand drüber springen kann.

00:20:34: Also, ich hab da wirklich nur gesehen, die mussten da alle absteigen.

00:20:37: und er drüber steigen mit dem Rad und dann auf der Gegenraden haben sie es umgedreht, dann ist sozusagen eigentlich eher wie so ein... Ja, wie so eine ganz kleine Unterführung, wo du drunter herkrabbeln musst.

00:20:48: Also die haben mich da ganz besondere Obsticles einfallen lassen, um das Rennen möglichst Entertaining zu machen, weil auf den ersten Blick ließ sich das nicht super schwer.

00:20:57: Ich glaube, irgendwie drei Runden, ah, eins, neun Kilometer, denkt man sich

00:21:00: ja

00:21:01: gut.

00:21:01: Das werde ich ja noch hinbekommen.

00:21:03: Aber irgendwie pro Runde gibt es da acht, neun, ähm, ja, diese Obsticles, die man überwinden muss.

00:21:09: Und ich glaube, das wird vor allen Dingen eine richtige Spaßveranstaltung.

00:21:11: Ich kann

00:21:11: dir jetzt schon voraussagen, in die Klick-Bedalen rein, in diese speziellen Bedalen, die man bei Kostja fährt.

00:21:19: Da wirst du jedes Mal schon zehn Meter Rückstand haben.

00:21:21: Zu

00:21:22: den Profis.

00:21:24: Das üben meine Kinder schon.

00:21:27: Die üben das Portal gerade nach Hürden, wenn sie laden, abspringen müssen, dann wieder rauf.

00:21:32: Und dann mit dieser Einglickerei.

00:21:36: Das ist ja wahnsinnig.

00:21:38: Wenn das nicht übst, wenn das nicht eigentlich jahrelang geübt hast, dann ist das wirklich, da verlierst du jedes Mal schon zehn Meter.

00:21:44: Also mindestens.

00:21:44: Aber wie

00:21:45: erklärtet euch, dass wir mehr mal beim Cross-Sport gerade sind?

00:21:47: Also wir haben es ja gerade gesehen, glaube ich, Mathieu van der Poel ist letzte Woche wieder eingestiegen.

00:21:52: Wout van Aard kommt jetzt aktuell zurück.

00:21:54: Pitcock weiß ich, glaube ich, gerade gar nicht, ob der dieses Jahr Crossland fährt, aber...

00:21:57: Pitcock fährt dieses Jahr wieder nicht.

00:21:59: Der fährt keine.

00:22:00: Aber man sieht ja... Einmal zum Cross-Sport im Allgemeinen.

00:22:05: Ich meine die Hochburg sind natürlich die Benelux-Länder.

00:22:08: Also Belgien und die Niederlande.

00:22:11: Bei denen ist das richtig Vollsport.

00:22:12: Da ist da wirklich jeden Samstag-Sondag, wenn da Cross-Rennen ist, läuft das ja auch live im Fernsehen.

00:22:17: Und ich sag mal ansonsten, selbst in Deutschland ist das ja jetzt nicht so superpopulär, wenn man ehrlich ist, aber das sind schon die Hochländer.

00:22:27: Könnt ihr euch das erklären?

00:22:28: Ich meine, der klassische Radprofi, ihr habt gerade drüber geredet.

00:22:31: Wir machen... Oder wir haben als Ex-Profis jetzt, aber damals als Profi haben wir Trainingslager am Süden gemacht.

00:22:36: Kilometer, Kilometer, Kilometer.

00:22:38: Ausdauertrainieren, spezifisch K-III, alles Mögliche.

00:22:41: Und dann sieht man der Mathieu van der Poet und Wout van Aar.

00:22:44: Die machen eigentlich genau das Gegenteil.

00:22:45: Die hauen sich eine Stunde lang bei so einem Cross-Rennen komplett in die Fresse.

00:22:49: Und sind dann aber auch bei den Klassikern, ich sag jetzt mal, bei Lanzan Remo, Flannan, Rubé, die dann anstehen, sind es ja auch die Tor-Favoriten.

00:22:57: Habt ihr dann eine Erklärung, wie die das machen?

00:23:02: Also ich glaub, dass... dass Waut und Mathieu einfach so außergewöhnliche Talente sind.

00:23:15: Ich glaube, die könnten auch, wenn die Kunstradfahren machen würden, wären die auch Weltmeister.

00:23:20: Und auf der Bahn wären die auch gut, auf der Straße sind die gut, im Cross sind die gut.

00:23:27: Ich glaube einfach, diese Kombination von diesem hochintensiven Cross, diesen Antritten irgendwie vier Antritte pro Minute bis bis zum Anschlag plus wahrscheinlich ein sehr gutes Trainingsprogramm drum herum also wahrscheinlich haben die auch eine Kombination von von diesen Ausdauer Enduris Reiz was wir früher Grundlage in den Land haben dann die hoch intensiven Sachen.

00:24:00: ich glaube die Kombination macht es.

00:24:02: und ja also

00:24:05: Das ist auch

00:24:06: die einzige Erklärung, die ich

00:24:07: finde.

00:24:08: Das ist auch, glaube ich, eben, da ist so absolut recht, das sehe ich genauso.

00:24:12: Und auch diese ganzen Jahre, diese Intensität, diese ganzen Jahre.

00:24:16: Und ganz zum Anfang, ich kann mich noch gut entsinnen, zum Beispiel an die Weltmeisterschaftsstraße Neunzehn in England, wo Mathieu van der Poel mega, also bis zu zweihundert Kilometer, bis zu zweihundert Zehn Kilometer war er, glaube ich, ganz, ganz vorne Spitzengruppe dabei.

00:24:32: Auf einmal war der Akkulär.

00:24:34: Ja, das ist natürlich auch noch so ein bisschen, der muss sich auch über Jahre lang jetzt im Straßenprofi-Bereich auch anpassen, länger trainieren, auch die längeren Rennen fahren und so weiter, dass er da hinkommt jetzt, wo er jetzt eben ist, dass er mal Flandern Rundfahrt gewinnt kann oder Paris-Roubaix solche langen Rennen auch, da hat er das auch ein paar Jahre gebraucht.

00:24:52: Aber diese ganzen Jahre, diese Intensität, das haben die einfach einfach im Blut drin, würde ich sagen.

00:24:57: Also das ist einfach... Und dann mit diesem großen Talent, mit diesem großen Motor, was man ja im Radsport gerne sagt, haben die sich einfach durchgesetzt.

00:25:06: Ja, okay, also wahrscheinlich wird's das auch wirklich...

00:25:10: Aber ich habe mich damals... Aber

00:25:11: es kommt ja auch, was für dich noch sagen, es kommt, glaube ich, auch dem moderneren Radsport eher entgegen.

00:25:16: Also dieses, was ich meine, eine Stunde da voll in die Fresse haben.

00:25:20: Das ist

00:25:20: ja auch... bisschen eher der moderne Radsport heutzutage, dass einfach intensiver trainiert wird, Intervalle geschrubbt werden und dass die wahrscheinlich einfach natürlich... wie wahrscheinlich Papa gesagt hat, gerade mit einem sehr guten Trainingssystem auch drumherum.

00:25:34: Also an dem Kosttag ist es dann vielleicht nur mit warm von allem drumherum, drumherum sind es dann die zwei Stunden oder so, die die da auf dem Rad verbringen.

00:25:42: Aber die Tage und davor trainieren ja trotzdem ganz viel Ausdauer und sind ja sehr fit und das ist alles sehr spezifisch geplant.

00:25:48: Aber Ulle, du wolltest noch was sagen?

00:25:49: Ja, genau.

00:25:50: Ich wollte, ich wollte, ich habe damals immer auch schon gestaunt, wo wir, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, ein sehr, sehr fleißiger Trainierer, immer sehr, sehr viel Kilometer gefahren auch.

00:26:03: Aber wir haben ja kaum ... Intensive Sprints oder so, also ich habe ja nie gesehen, dass du auch mal einen Sprint gemacht hast oder auch mal K-III oder so war, am Berg, längere Berg oder so, haben wir öfters mal gefahren, aber sonst haben wir ja kaum Insensitäten.

00:26:16: Wir sind, eh, zweihundert Kilometer, zwei zwanzig, zweivierzig vielleicht zum Block gefahren, aber kaum irgendwie so, wie man jetzt im Kost macht, so diese Sprints, diese Antritte auch mal längeren Sprints zu fahren.

00:26:28: Und dann hast du ja gleich auf der Bahn dann... Also hast du ja gesagt, dann meistens Silvester, Bahnenrennen, da bin ich immer gewundert, wie macht der Ate das?

00:26:36: Also wie kommst du so von totalen Ausdauertraining, von langen, langen, langen, extra langen Einheiten und dann dieses kurze Intensive auf der Bahn?

00:26:48: Wie machst du das?

00:26:49: Wie hast du das immer hingekriegt?

00:26:50: Also war das auch bei dir... Von früher noch drin?

00:26:56: Ich hätte mir das nicht vorstellen können, dass ich Silvester rum auf der Bahn dieses Hochintensive fahren kann.

00:27:02: Ja, also ehrlich gesagt, gerade vor dem Omnium der Asse mit diesen ominösen Tausend Meter fliegend, da hatte ich wirklich auch immer... Also, habe ich schon... In dem Moment, wo ich den Startvertrag unterschrieben habe, habe ich schon bereut.

00:27:22: Ich habe

00:27:23: mir tausend Meter gedacht.

00:27:25: Dann

00:27:26: kommst du mit Tausend Kilometern, Trainingskilometer.

00:27:28: und dann aber diese kurze Tausend Meter, wo da richtig so Kotzgrenze...

00:27:32: Genau.

00:27:33: Das

00:27:33: kann ich mir vorstellen.

00:27:34: Das

00:27:35: war furchtbar.

00:27:36: Ja.

00:27:38: Einmal, weißt du, so richtig tief gehen und dann hast du dann wirklich... Dann hast du danach... Ich habe wirklich... Eine gute Minute ist das Ding vorbei.

00:27:48: Aber dann hast du danach im Innenraum auf so einer Tonbank gesessen und hast aber wirklich genau gewusst, wo befindet sich die Lunge im Körper, weil alles hat die Branden wie getan.

00:28:03: Ja,

00:28:04: ich weiß noch, ich kann mich noch gut erinnern.

00:28:07: Ich glaube, da waren wir ein Jahr, waren wir im ... im Hotel Delta, wir zwei.

00:28:12: Ja.

00:28:13: Und wir hatten ein Trainingslager da mit einem Team.

00:28:16: Und wir zwei sind, warum auch immer sind wir da geblieben.

00:28:19: Wir hatten auch noch ein Doppelzimmer.

00:28:21: Und damals war er da oben, war ja wirklich nur das Hotel.

00:28:24: Heute ist ja eine komplette Urbanisation, ist ja komplett zugebaut.

00:28:28: Aber damals war er wirklich, ihr fühlt nur das Hotel.

00:28:31: Und dann sind wir noch hin und wieder nach dem Training, sind wir dann noch mit quasi einem Trainingsanzug und Ton schon, sind wir wieder die acht Kilometer runtergefahren oder die sieben nach Arenal, weil da irgendwo ein Supermarkt war und haben uns ein paar Kekse gekauft und sind dann wieder hochgefahren.

00:28:48: Und da haben wir dann bis, glaube ich, bis zur Mallorca Challenge haben wir dann noch so trainiert und dann haben wir noch am Tag vorher irgendjemand gefunden, der mit uns Motortraining gemacht hat.

00:29:00: Ich weiß dann noch wie heute, dass du da, ihr fühlt mit hundert, zehn bis hundert, zwanzig Umdrehungen die ganze Zeit hinterm Auto gefahren bist und noch zu mir sagt das.

00:29:09: Wie jetzt?

00:29:09: Jetzt haben wir doch eigentlich nur Grundlagen-Training gemacht und morgen ist wahrscheinlich ein Sprint bei dieser Trofeo

00:29:17: Palma.

00:29:19: Wie machst du das?

00:29:19: Und dann habe ich auch noch zu dir gesagt, ja, da weiß ich auch noch nicht, was da morgen passiert.

00:29:24: Lassen wir uns überraschen.

00:29:26: Und wir waren ja auch irgendwie in unserem Denken, so richtig, so Trainer mit diesen hoch intensiven Trainingsprogrammen hatten wir ja nicht, damals war ja auch ein ganz

00:29:35: anderes System.

00:29:36: Und dann haben wir uns einfach gesagt, naja, wir wären wahrscheinlich so hundert, hundertzehn Rentage fahren.

00:29:45: Da haben wir mit Sicherheit so viele Kurven in den Rennen, wo wir antreten müssen.

00:29:51: Und wenn man merkt, man ist nicht so richtig spritzig und flüssig und ja so schnell aktiv, dass man sagt, der Fein mal ein bisschen weiter hinten im Feld.

00:30:01: Wenn sozusagen das Gummiband nach den Kurven länger ist, dann muss man härter antreten.

00:30:05: Das waren halt unsere improvisierten Trainingsmethoden.

00:30:09: Richtig.

00:30:10: Im Nachhinein sag ich auch, also heute, den heutigen Trainingsystem, das wundert mich ja immer, dass die dann aus dem Trainingsblock kommen.

00:30:18: und gleich so hoch intensiv dann praktisch in die Rennen reingehen.

00:30:23: Da kann ja auch der Trainer direkt sagen, jetzt z.B.

00:30:25: bei Wout von Aart habe ich jetzt auch gehört, dass er jetzt auch in die Kross-Rennen einsteigt und ist ja schon bei sehr gutem, also schon sehr gut in Form.

00:30:35: Die können das ja natürlich heute ganz anders gestalten, wie früher.

00:30:38: Früher war es ja so lang, lang, lang erst mal, also wie so ein Fundament aufbauen, wie man so ein Haus baut, hat man bei uns gesagt.

00:30:44: Also umso größer das Fundament ist, umso höher kann man das Haus.

00:30:48: und stabiler kann man das Haus dann bauen und oben die Spitze ist dann die Höchstform.

00:30:54: teilweise auch zu viel Kilometer gefahren sind und dann hätten wir uns wahrscheinlich, also ich, ich persönlich hätte mir das leichter getan, wenn ich mal ein paar Intervalle, im Frühjahr auch schon mal ein paar Intervalle gefahren wäre, mal ein paar kurze, ein bisschen knackige Intervalle, da hätte ich mir wahrscheinlich in den Rennen ein bisschen leichter getan und hätte nicht so viele Rennen gebraucht, um in Form zu kommen, da ist man heute natürlich Trainingstechnisch schon bedeutend weiter.

00:31:19: Also, wenn ich in der Walle fahren wollte, dann haben wir mich einfach in einer Zweierreihe neben Udo oder...

00:31:29: Da war ich schon gar nicht mehr dabei.

00:31:31: Da war ich schon hinten aufgefallen.

00:31:33: Ja, weil das ist für mich immer so witzig auch zu hören, weil ich eigentlich beide Systeme mitgemacht habe.

00:31:38: Also, ich würde sagen, ich bin... ... im Radsport groß geworden, da waren die Trainingsleeren ... ... schon noch sehr ähnlich wie ... ... die zu eurer Zeit waren.

00:31:47: Und dann hat sich eigentlich diese ... ... Trainingswissenschaft ... ... in meiner Zeit, in der ich Profi ... ... war, deutlich weiterentwickelt.

00:31:55: Und weil du auch gesagt hast gerade ... ... wie kommen die Profis so fit aus einem ... ... Höhentrainingslager.

00:32:00: so zu den Rennen.

00:32:01: Die Realität ist da wirklich einfach ganz harte Arbeit.

00:32:04: Also dieser Wettkampftag, denn dieser Wettkampftag wird so oft in den Trainingslagern simuliert mittlerweile.

00:32:10: Also da gibt es ja auch Bilder und Videos wie Van Napul auch irgendwie neben der Straße legt ein Holz so ungefähr vor Schmerzen, weil der so tief gehen muss in diesen Trainingsanheiten.

00:32:20: Und da kann ich auch nur sagen... Ich glaube, wenn man so groß wird im Radsport, dass man von Anfang an weiß, okay, es wird so super hart trainiert, dann findet man sich damit ab.

00:32:30: Aber das war für mich damals immer ein Riesenproblem auch, weil ich ja, wie gesagt, in eurer Zeit groß geworden bin, da mit euren Trainingslehren.

00:32:37: Und ich wäre viel lieber, glaube ich, einfach sechs Stunden gefahren aus Dauer, anstatt irgendwie drei Stunden und dann irgendwie dreimal zwanzig Minuten Test oder so, weil du halt wusstest, okay, wenn ich jetzt hier einen zwanzig Minuten Test fahre und später muss ich noch mal, da schieße ich mich halt so viel mehr aus dem Leben als wenn ich einfach sechs Stunden Grundlage fahre.

00:32:53: Aber die Realität ist halt so, du musst es machen.

00:32:57: Wenn du heutzutage Profi bist, musst du so hart trainieren.

00:33:00: Ich kann mich auch noch irgendwie daran erinnern.

00:33:03: mit Jury Holmann, so wie wir mal gefahren, der auch zu mir gesagt hat, ich habe gerade so ein, zwei richtig trainingsintensive Wochen gehabt, der gesagt, ich stehe jeden Morgen nervös schon auf mit einem flauen Gefühl im Wagen, weil ich weiß, was mein Trainer da mir reingeschrieben hat und ich weiß gar nicht, ob ich es schaffe so ungefähr.

00:33:21: Und das ist natürlich eine ganz andere auch mentale Belastung, als wenn du weißt, okay, wir fahren jetzt hier heute zuhundertsechzig Kilometer.

00:33:28: Natürlich ist das auch ein Riesenbrett, was ihr da weggebohrt habt immer und immer wieder.

00:33:32: Aber ich glaube, wenn du immer so weißt, wir nehmen jetzt mal diese tausend Meter als Vergleich.

00:33:38: Du musst das fünfmal im Training machen.

00:33:40: Dann ist dann natürlich ein bisschen anders zu muten, wenn du weißt, ich muss immer wieder so krass an mein Limit oder über mein Limit hinausgehen.

00:33:46: Und das ist, glaube ich, einfach so.

00:33:48: diese Trainingslehre, wie man sie heute kennt.

00:33:49: ... die Qualität der Kilometer zählt und nicht die Menge der Kilometer.

00:33:54: Ich glaube, so kann man es ein bisschen runterbrechen.

00:33:57: Jetzt sind wir hier schon total im Trainingslager Talk ... ... und da wird mich ja auch interessieren.

00:34:02: Ich meine, die meisten Radprofis werden jetzt genau noch ... ... diesen letzten großen Dreierblockrad fahren, bevor dann Weihnachten beginnt.

00:34:09: Und das Schöne ist, im Dezember, wenn sich die Teamstand präsentieren, ... ... die eine oder anderen Trikots werden neu rausgebracht.

00:34:18: Man sieht mal die Fahrer bei ihren neuen Teams.

00:34:21: Ich nehme jetzt mal das Beispiel Remco Evinepool, der jetzt beim Team Red Bull Boran Scrooge dabei ist.

00:34:26: Pressekonferenzen die rennenprogramme werden so langsam bekannt gegeben.

00:34:30: wer fährt was?

00:34:31: also?

00:34:31: da kann man ja auch schon mal sagen das red bull vorans grohr team hat bekannt gegeben doppelspitze bei der tour lipo witz remko evine pool und roglitz fährt zum gelb zu welter weiter genau zu welter.

00:34:45: und deswegen zwei fragen an euch.

00:34:47: ich meine ich weiß ihr beiden.

00:34:50: verfolgt die Radsportnachrichten sehr genau, alles was da passiert, ist euch irgendwas hängen geblieben?

00:34:56: und direkt mal Anschlussfrage dann auch, weil ich habe einen ganz klaren Favoriten, wer bis jetzt mit Abschuld das hässlichste Trikot hat für nächstes Jahr.

00:35:04: Ich habe auch schon ein paar Schöne gesehen.

00:35:08: Was ist euch so aufgefallen jetzt im Dezember-Trainingslager im Monat?

00:35:10: Was ist da hängen geblieben bei euch?

00:35:12: Bei den Profiteams, bei den aktuellen?

00:35:15: Mir ist auf jeden Fall... Tadeh Pogacca, UAE-Team Pressekonferenz, dass er sein Programm bekannt gegeben hat und sozusagen auf lange Sicht im Long-Term gesagt hat, er hält es möglich, all der drei Grand-Tours zu gewinnen in einem Jahr.

00:35:37: Das war für mich so nochmal so ein Ausrufezeichen, wo ich dachte, Tadeh Pogacca ist ja eigentlich jemand, der sagt nur Dinge, von denen er auch überzeugt ist, dass es wirklich machbar ist.

00:35:52: Aber er hat auch gleich im Atemzug danach gesagt, aber er ist nicht unbedingt darauf fixiert.

00:35:58: Er hat gleich den Druck dafür rausgenommen.

00:36:01: Und

00:36:01: auch nicht diese, also auch nicht kommendes Jahr, sechsundzwanzig,

00:36:05: sodass natürlich

00:36:06: ein sehr schlauer Move ist.

00:36:08: Das hat mich so ein bisschen erinnert an Fabian Kanchelara, der ja immer gesagt hat, Er wird irgendwann mal vom Zeitfahrer zum Grand Tour Fahrer mutieren.

00:36:19: Da musst du dann natürlich noch ein bisschen vielleicht Kilogramm abnehmen und dann würde er das mal probieren, was natürlich im Nachher sehr schlau war, weil dann hast du natürlich immer die Teammanager sozusagen Stand by gehalten und sich sehr interessant gemacht für die.

00:36:37: Ohne was dir aufgefallen.

00:36:38: Also ich finde, dass die Teams heute wirklich schon ein bisschen weiter sind wie früher.

00:36:43: Also ich glaube, das ganze Rennprogramm von uns, das stand jetzt zu der Zeit jetzt aktuell vor Weihnachten, Weihnachten rum, noch nicht so fest.

00:36:52: Also ich finde, dass man sich da schon äußert, eben Rocklit zu welter.

00:36:58: Florian Lipowitz mit Remko dann zur Tour und so weiter.

00:37:03: Also beim Giro wusste man noch nicht genau, aber dass man das schon so hundert Prozent so weiß, wer was starten wird.

00:37:10: Es sind jetzt auch alle drei großen Rundfahrten raus, also die Strecke für nächstes Jahr sind es ja bekannt, auch wo älter es jetzt gerade rausgekommen, auch wieder sehr, sehr schwer.

00:37:18: Ich glaube fast an die sechzigtausend Höhenmeter.

00:37:21: Zwei

00:37:21: Etagen mit über fünftausend Höhenmeter.

00:37:23: Ja, ja, ja, ja.

00:37:24: Also auch wieder sehr schwer.

00:37:27: Da muss man auch im Zeitfahren stark sein, um das Gesamt zu gewinnen.

00:37:32: Aber man ist da schon viel weiter.

00:37:33: Ich stehe ja auch mit Lippo, habe ich auch hin und her geschrieben.

00:37:37: Der hat ja eine bisschen längere Pause gemacht.

00:37:39: Also der hat es auch gesagt, er brauchte es einfach auch mal, Körper und auch für den Geist auch sich zu erholen.

00:37:45: Und ist jetzt wieder fleißig am Trainieren und bleibt auch bis kurz vor Weihnachten auch auf Mallorca.

00:37:51: wo man dann trainiert und dann präsentieren sie ja, du sagst, du hast ja auch angesprochen, Rick, die neuen Trikots werden präsentiert, die neuen Fahrräder, wie sieht's aus, die Leute werden, sowie bei uns auch damals die neuen Fahrer werden dann aufgenommen im Team.

00:38:07: Ich weiß nicht, ob so was wie wir früher hatten, das war auch mal ein, zwei Tage so ein bisschen feuchtfröhlich da gefeiert wird, um dann die neuen aufzunehmen, um so ein bisschen das Mannschaftsgefühl dann reinzubekommen und so weiter.

00:38:20: Aber man ist heute irgendwie auch schon weiter, wie gesagt, mit dieser ganzen Planung.

00:38:24: Das ist mir auch gefallen.

00:38:26: Ja, also die Teams haben auch die fröhlichen Tage, aber meistens im Oktober.

00:38:31: Gibt es das

00:38:32: noch?

00:38:32: Genau,

00:38:33: dieses klassische Team-Treffen.

00:38:34: Also ich kann ja... ... bei Nils Pole zum Beispiel drüber reden, ... ... da weiß ich, der war Ende Oktober, Anfang November, ... ... waren die in Abu Dhabi natürlich, ... ... in den Emiraten, ... ... haben einmal das Team zusammengebracht ... ... und das dient schon ganz klar als Teambuilding, ... ... drei, vier Tage dann irgendwie da ... ... ja, sich ein bisschen austoben, ... ... sich kennenlernen, mal eine Party-Feier, ... ... mal ein Bier trinken, ... ... das haben die gemacht und ... ... bei denen war es ja jetzt so, ... ... war ja auch bekannt.

00:39:02: Was auch sehr interessant war, dass bevor es ins Trainingslager ging nach Spanien, wo sie sich aktuell noch befinden, das Team UAE, hat sich, sag ich mal, die Klassikertruppe um, ich glaube, das war Tim Wellens, Florian Vermeer, Schlitz-Polit und Tali Pogaccia.

00:39:16: Die haben Recon gemacht, was ich auch echt verrückt finde.

00:39:19: Ja,

00:39:19: ja, ja.

00:39:20: Da an einem, am acht, neunten Dezember Flannern und Rubé Recon zu machen.

00:39:26: Wahrscheinlich auch mit dem Hintergedanken, dass die da keiner groß sieht.

00:39:30: Wie ist es heutzutage, wenn alle ein Handy haben?

00:39:32: Natürlich blieb das auch nicht unentdeckt.

00:39:35: Natürlich wurde das auch direkt gepostet von ein paar Leuten, wenn da Tadeh Pokhacham Weltmeister Tricke über die Rubé-Pflastersteine fährt.

00:39:42: Das heißt, die haben erst sogar ein Klassiker-Weekon gemacht und sind dann rübergeflogen.

00:39:48: In ins Trainingslager nach Spanien.

00:39:50: Und das ist ja auch ein großer Unterschied eigentlich zu eurer Zeit.

00:39:53: Also ich meine bei Pogacar, ich glaube bei dem ist klar, der will unbedingt mein Land sein Remo gewinnen, der will unbedingt Rubé gewinnen, der will all diese Monumenten einmal einsacken, dann im besten Fall noch die World, weil ich meine was... Dann kann er eigentlich nichts mehr gewinnen, dann hat er drei Grand Tours aller Monumente, mehr geht ja nicht.

00:40:07: Weltmeistertitel hat er auch, Europameistertitel hat er auch jetzt.

00:40:11: Also, ich glaube, darum geht es Tadej ja auch vor allen Dingen.

00:40:14: Aber, ich sag mal, bei euch war ja früher eher so möglichst viel auch undercover halten und gar nicht zu viel Kreis geben, gar nicht, auf gar keinen Fall, das Rennprogramm bekannt geben, weil, warum sollte man denn seinen Konterrenten sagen, wo man fährt so ungefähr?

00:40:28: Und das ist ja ein Riesenunterschied zu der heutigen Zeit, wo wirklich... Also ich sage mal, ich kenne ja Nils ein paar Jahre, Nils sagt mir ganz klar, die kriegen eigentlich schon in diesem November-Oktobercamp, kriegen die acht Fahrer, die für die Tour vorgesehen sind, kriegen da, ey, du fährst nächstes Jahr Tour, du bist im Poggi-Team und vielleicht auch die ein, zwei Fahrer, die da Ersatzfahrer sind, die auch noch, die wissen auch noch Bescheid, aber... Ich meine, als ich Profi war, selbst bei mir war es meistens, dass ich dann irgendwie ein, zwei Tage für deutsche Meisterschaften Anrufe bekommen habe.

00:40:58: Ja, du kommst mit zur Tour oder eben nicht.

00:41:00: Aber da musste ich halt bis eine Woche vorher warten.

00:41:02: Und bei denen ist halt immer so natürlich unter der Prämisse, dass du die Leistungen bringst bis dahin.

00:41:08: Aber wenn alles glatt geht, bist du im Tourteam.

00:41:10: Also diese Teams, das wird ja alles viel früher bekannt gegeben als bei euch früher.

00:41:14: Richtig, das meine ich.

00:41:15: Und das ist aber auch ganz gut, glaube ich, weil dann weiß eben auch schon Jonas Winnigardt, wenn der zum Beispiel nächstes Jahr den... Viro fahren möchte, weiß er jetzt schon, Tati Pogaccia ist nicht dabei, ich habe auch eine gute Chance, den zu gewinnen, wenn ich antrete und so weiter.

00:41:30: Also ich finde das ganz gut, dass die Supercracks nicht bei jedem Rennen aufeinander treffen.

00:41:35: Es wäre natürlich für uns Zuschauer, für die Radsportfans wäre es natürlich toll, aber ich glaube, es ist auch gezielt so gemacht, dass die auch ihre großen Rennen auch gewinnen können, wenn der ein oder andere mal nicht da am Start ist.

00:41:48: Das ist natürlich auch eine Sichtweise, das zu sehen.

00:41:50: Du sagst, eigentlich Pogi sagt schon mal den allen anderen vorher, wo er fährt, dass die dann ausweichen können, dass die auch mal gewinnen können.

00:41:56: Das ist eigentlich ganz nett von

00:41:57: ihm.

00:41:58: Hat er ja selbst auch im Interview gesagt, dass er auch auf die Frage eben alle drei großen Rundfahren, hat er ja selber gesagt, also er wird das jetzt nicht machen, weil er auch die anderen im Team, vor allen Dingen auch bei sich im Team, auch die Chance geben möchte, dort zu glänzen.

00:42:13: Das hat er ja ganz eindeutig gesagt.

00:42:16: Ja, das wollte ich gerade nochmal erwähnen.

00:42:20: Es war ja eigentlich fast so ein kleiner Aufschrei in den Radsportmedien, dass Jonas Winkelgarten noch nicht bestätigt hat, dass er die Tour startet, dass er dort fahren wird, obwohl er natürlich jeden klar ist, dass er dort fahren wird.

00:42:37: Das ist ein Riesenunterschied zu früher.

00:42:39: Selbst bei der Tour de France früher, wir sind hin gekommen und haben erst mal dann die offizielle Startliste so zwei Tage vorher bekommen und haben erst mal geguckt, wer überhaupt mitfährt.

00:42:48: Und auch bis dahin, bis du es dann quasi ins Tourteam geschafft hast, hattest du ja

00:42:55: auch

00:42:56: eine Teaminterne Konkurrenz und Hierarchie erst mal zu überwinden.

00:43:02: Und das hat natürlich auch dazu geführt, dass Im Team eigentlich auch immer so ein gesunder, ja fast teilweise nicht mehr gesunder Konkurrenzkampf war.

00:43:15: Also gerade wenn dann im Juni nochmal Dauphiné, Kataloniantour und Tour de Swiss war, dann wussten natürlich von den Teams, die da gestartet sind, wussten natürlich immer ein, zwei Leute.

00:43:29: Ich muss hier nochmal mich besonders gut zeigen in Form zeigen oder als wertvoller Helfer nochmal hier bestätigen, damit ich das Finale ins Tourteam schaffe.

00:43:41: Und ganz oft war es ja so, dass dann eine sehr, sehr schwere Entscheidung für Teammanager und Headspotdirektor war.

00:43:48: Wer sind jetzt die Neuen, die fahren?

00:43:50: Und da war es ja immer Härtefallentscheidungen, dass man auch sagen konnte, der Zehnte und der Elfte, die hätten es genauso verdient und die sind wahrscheinlich genauso gut, aber ich kann halt nur Neuen mitnehmen.

00:44:01: Das ist genau

00:44:03: richtig.

00:44:04: Ja, das hat sich wirklich deutlich verändert, wie ihr sagt.

00:44:08: Und ich komme jetzt nochmal auf die Frage zu den Trikots zurück.

00:44:10: Also ich weiß nicht, zum Beispiel, dass... ehemals Israel Permatic Team heißt ja jetzt NS Encycling Team, hat sich ja komplett neu aufgestellt.

00:44:20: Hat so ein blau-orangenes Trikot.

00:44:22: Also nicht alle Teams, aber einige haben schon ihre Kids fürs nächste Jahr bekannt gegeben.

00:44:29: Ich kann ja vielleicht mal anfangen.

00:44:32: Ich muss sagen, bis jetzt gefällt mir am besten das vom Team Movies dar, muss ich sagen.

00:44:37: Ja,

00:44:37: ja, ja.

00:44:38: Sehr

00:44:38: schön und weiß, sehr, sehr clean, es gefällt mir sehr gut.

00:44:41: Auch mein Favorit.

00:44:44: Kann ich das andere Ende kurz anführen?

00:44:47: Das

00:44:49: schlechteste Design oder Artwork ist für mich Ineos.

00:44:54: Also da würde ich auch mitgehen.

00:44:58: Wegen der weißen Hose wahrscheinlich auch.

00:45:00: Oder wie meinst du vom ganzen Jahr?

00:45:02: Ja, das

00:45:04: ist ja noch nicht mal weiß, was vielleicht sogar gut ist.

00:45:07: Es ist ja fast so ein dunkles weiß ins Grau.

00:45:15: Ich war eigentlich nie so wirklich, obwohl ich dann beim letzten zwei Saisons auf der Bahn auch weiße Hosen gefahren bin, aber so richtiger Fan war ich davon

00:45:25: nie.

00:45:25: Nein, das Trikot würde vielleicht noch gehen, aber ich finde auch eine weiße Hose oder so eine helle Hose, das kann der Weltmeister fahren oder der deutsche Meister kann das ganz gut fahren.

00:45:34: Aber so ein ganzes Team, so mit so hellen Sachen, das ist auch gewagt, muss ich sagen.

00:45:39: Ja,

00:45:40: ich glaube, da sind wir uns eigentlich.

00:45:41: Das Verrückte ist tatsächlich, dass es wie immer heutzutage ist, spaltet die Menschen.

00:45:46: Also ich glaube, es ist ein Triko, wenn man liebt das oder man hasst das.

00:45:50: Und ich sag mal, wir drei sind jetzt, oder hasst das im großen Wort, man mag es halt nicht, aber wir drei sind jetzt erstmal keine Fans davon.

00:45:57: Aber in ein paar Umfragen gewinnen die auch sozusagen fürs schönste Kit.

00:46:01: Also es gibt auch ganz viele, die das toll finden.

00:46:03: Ist das Verrückte daran.

00:46:05: Und ich hab's aber, ich muss auch sagen, Ich finde ganz oft sieht man das ja auch bei diesen eigentlichen Post der Teams, wo dann das Trikot so gezeigt wird, so in dem Studio dargestellt, sieht man es ja gar nicht so gut.

00:46:17: Ich finde, man dann in echt sieht man es eigentlich am besten, wenn man das Team so trainieren sieht.

00:46:21: Und da habe ich halt einfach Fotos und Videos gesehen, wie dann acht Fahrer da mit Rad fahren oder auch gerade Philipp O'Ganna, der eigentlich auch mal ein cooler Typ ist, den habe ich da der Stand da drin und dann habe ich dir gedacht so... Ey, Pippo, ey, du bist ein cooler Typ, aber irgendwie das Trikot ist es nicht so.

00:46:35: Also selbst in Philippogana sah da nicht so cool aus.

00:46:37: Und da dachte ich mir so, das spricht nicht fürs Kid so, weil es sah einfach irgendwie, weiß ich nicht, so orange, weiß, dann so eine komische Farbverlauf.

00:46:47: Also meins ist auf gar keinen Fall.

00:46:51: Ich finde zum Beispiel auch immer, dass eine dunkelblaue oder eine schwarze Hose macht schlank und eine hellhose trägt eher auf.

00:46:59: Ja, das stimmt.

00:47:00: Also da fühlst du dich auch, du fühlst dich ja selber als Athlet, dann in der Hose, wenn du runter guckst, du fühlst dich ja selber nicht wohl da

00:47:08: drin.

00:47:08: Ja, genau.

00:47:11: Wenn man da ein Körperproblem hat, dann definitiv.

00:47:13: Ich

00:47:13: kann mich noch gut entsinnen, wo wir auch mal eine Diskussion.

00:47:16: Ich weiß nicht, welches Jahr das war, das war das.

00:47:17: vier oder fünf oder so, wo wir auch so viel Magenta in der Hose hatten.

00:47:24: Also es sah hinten aus wie so ein kleines Schweinchen, so fand ich, wo so ein bisschen das Magenta, die Magenta-Fahrer von T-Mobile damals, siebig weit runter ging und dann das Schwarz erst am Bein am Anfang so war.

00:47:39: Da wurde auch noch in Mallorca diskutiert mit den Verantwortlichen, ob sie das nicht noch ändern und haben sie, glaube ich, auch noch geändert in den Sondern.

00:47:46: Wir hatten ja sogar Diskussion, kann ich mich erinnern.

00:47:49: Wir hatten ja jahrelang, egal was da für einen Hersteller auf der Hose oder auf den Trikot stand, das kam ja aus von Claudio Mantovani von Moa.

00:48:02: Und da gab es ja mal ein Jahr diesen etwas moderneren Wechsel im Cut von der Hose, wo sozusagen dann hinten so ein halbrunder eine so eine halbrunde Bahn war.

00:48:16: Richtig, richtig.

00:48:18: Und dann haben wir ja schon selbst auf einer dunklen, schwarzen Hose, haben wir ja schon gesagt, oh, irgendwie macht er den Profil breiter von hinten, können wir nicht wieder die Lenksbahn.

00:48:27: Ja, genau, genau.

00:48:28: Ja, stimmt, kann ich mich gut ansinnen.

00:48:30: Ja, man ist auch natürlich der Kopf fährt mit.

00:48:33: Man ist natürlich auch sehr eitel.

00:48:35: Man muss sich auch schon wohlfühlen und gut aussehen, das verstehe ich total.

00:48:39: Ansonsten, Papa, vielleicht kannst du das sagen, dass... Neueste Trikot, was glaube ich so mit rausklar ist, das vom Frauenteam, vom Canyon Square Besonder Crypto.

00:48:48: Lumenius oder so heißt das.

00:48:49: Ich weiß gar nicht, was das ehrlicherweise bedeutet.

00:48:51: Ich finde, ich sieht aus wie so ein bisschen so ein Leopardenmuster, aber halt umgedreht, also so auf blau-weiß so ein bisschen.

00:48:58: Das ist ja wie so oft, ich sag mal, sehr bunt, sehr wild.

00:49:03: Bei den frauenteams muss ich sagen finde ich eigentlich das schönste kit von französisch ö eigentlich vom frauenteam das ist ja so sehr schwarz gehalten mit den roten blauen weißen akzenten gefällt mir sehr gut.

00:49:13: und Obwohl ich sag mal das weiß ich ob euch das was sagt stickel design heißt er der macht immer.

00:49:23: Ja, der macht so, der hat eine große Instagram-Seite, wo der oft Trikots designt und der hat zum Beispiel das Trikot vom NSN-Team designt.

00:49:30: Und als ich das gehört habe, hatte ich da auch große Erwartungen.

00:49:32: und als ich es dann gesehen habe, dachte ich mir, oh, irgendwie hat ich da mehr erwartet.

00:49:36: Also, das ist jetzt auch nicht so super mein Fall.

00:49:39: Nee,

00:49:39: auch noch

00:49:40: nicht.

00:49:40: Ich muss echt sagen, das Movistart-Team gefällt mir, die ist ja mit Abschon am besten bis jetzt.

00:49:46: Ich finde, wenn man sich mit der Sache so beschäftigt, das ist da... zwei Sichtweisen gibt.

00:49:55: Also eine ist natürlich die Sichtweise, wenn du Hose und Trikot auf dem Foto siehst und dann nochmal diese Wiedererkennung, wenn du es am TV-Bildschirm siehst, wenn das Feld fährt.

00:50:09: Also da hast du ja ganz oft so Situation, ich glaube das erste Jahr des Tudor Trikots, das sah so auf dem Foto super aus.

00:50:20: Und im Feld ist es, fand ich, ganz schwer zu erkennen gewesen und fast ein bisschen untergegangen.

00:50:26: Genau so hatte jetzt so ein bisschen die Angst beim Canyon Scrim Sonder Krypto, Trikot und Hose bei dem neuen Artwerk, dass zu viele Mannschaften im Feld in die Richtung blau gehen.

00:50:40: Und dann dachte ich, hoffentlich erkennt man das dann an den Fahrerinnen im Feld überhaupt wieder.

00:50:48: Weil es geht ja auch darum, Du als Partner vom Team oder als Sportlicher Leiter, du willst ja auch irgendwie an dem kleinen Bildschirm, möchtest du ja deine Fahrerin erkennen.

00:50:59: und da dachte ich sogar für einen Moment hatte ich ein bisschen Angst, weil die UCI die gibt ja eigentlich die Trikots immer erst sehr sehr spät frei, also es ist ja teilweise so, dass die zwischen Mitte Oktober Mitte November das Trikodesign erst frei geben, weil die bekommen ja alle Mannschaften und haben dann Überblick.

00:51:18: und wenn jetzt zum Beispiel fünf Mannschaften blaue Trikots haben und da kommt eine sechste, dann kann es ja sein, dass sie sagen, ne wollen wir nicht, macht mal nochmal neu und dann kriegt aber diese Nachricht irgendwie so Ende November.

00:51:30: Und hast aber das Problem, dass du mit dem Hersteller innerhalb von vier Wochen gar kein neues Design und die Zeit reicht einfach nicht mehr zur Herstellung und dann gehst du irgendwie das erste Trainingslager Dezember und hast noch keine Klamotten.

00:51:45: Also es ist natürlich immer so ein Wabon-Spiel, was da auf dich zukommt.

00:51:52: Hast du genau recht, sehe ich genauso.

00:51:54: Ich glaube, das ist auch der Grund, warum viele Teams, wenn man jetzt auch die aktuellen Trikots anschaut, ich sage mal das Team Little Track, das Team Coffidis, die bleiben ja einfach irgendeines treu.

00:52:02: Und das hat sicherlich auch was damit zu tun, dass wenn du immer ein sehr ähnliches Trikot hast oder sogar genau das gleiche.

00:52:08: Dann kommst du eigentlich nie in diesen Problem.

00:52:11: Ich hatte das auch zwei, drei Mal, genau das, was du angesprochen hast.

00:52:13: Irgendwie, dass dann im Januar die Trikots fertig sind, du bist dabei nicht im Dezember Trainingslager schon da, willst du es mal testen, kannst es dann noch nicht testen.

00:52:20: Im Januar ist es schon fast zu spät zum Testen, weil die Rändern wieder anstehen.

00:52:23: Also, das ist immer wirklich ein großes Chaos zwischen UCI, Team und Hersteller, das alles da am Point zu bekommen.

00:52:30: Für Fahrerinnen und Fahrer, ich glaube, man macht sich auch da draußen keine Vorstellungen.

00:52:35: Was so ein Hersteller, wenn man einen Profitiemsponsort, wie viele Teile das sind.

00:52:40: Also das sind ja, ich sag mal, bei einem Männerteam gehen wir jetzt mal von einfach achtundzwanzig Fahrern aus.

00:52:45: Der kriegt ja jeder Fahrer einen unglaublichen Warenwert eigentlich gestellt.

00:52:49: Also mal mindestens zwanzig, dreißig Hosen, Trikots, Langarmtrikots, Armlinge, Beinlinge, Socken, Regenjacke ist mal ein Riesenthema.

00:52:58: Die Winterklamotten, also so eine Saison, die geht ja auch ewig.

00:53:02: Also vom Down Under wurde eigentlich nur Sorkentrikot.

00:53:04: Hose braust und dann fliegst du zurück nach Europa, musst vielleicht Omelope Newsblatt fahren.

00:53:08: Erste Klassiker-Wochenende.

00:53:10: Und da brauchst du im Zweifel dicke Handschuhe, Mütze, Überschuhe, Winterhose, Winterjacke.

00:53:16: Also, Rad Sport ist halt eine Outdoor-Sportart.

00:53:18: Wenn es da mal regnet oder stürmt, brauchst du auch wieder Klamotten.

00:53:21: Man macht sich, glaube ich, wirklich keine Vorstellungen, wie viele Klamotten so wie eine Fahrerin und ein Fahrradprojektiv braucht und bekommt vor allen Dingen auch.

00:53:30: Riesenmenge.

00:53:31: Ja.

00:53:32: Eigentlich ein Thema für sich, aber weil wir jetzt schon fast eine Stunde reden, würde ich gerne mal mit euch den angekündigten Jahresrückblick angehen.

00:53:42: Also, zwanzig, fünfundzwanzig war ja auf jeden Fall ein verrücktes Radsportjahr.

00:53:47: und Anfangsfrage direkt an euch beiden.

00:53:50: Ich schließe mich dann am Ende an.

00:53:52: Was ist so der Radsportmoment, der euch aus diesem Jahr in Erinnerung bleibt?

00:53:57: Ich fand Paris.

00:53:58: Roubaix fand ich ein fantastisches Rennen.

00:54:01: Also waren ja alle spannend.

00:54:03: Tadeh Pogacar kommt nach Roubaix, versucht sozusagen die Königin der Klassiker zu fahren.

00:54:16: Und ihr weiß, wenn Tadeh kommt, der kommt ja nicht um mitzufahren.

00:54:20: Und die Art und Weise, wie er da aufgetreten ist, fand ich schon hoch beeindruckend.

00:54:27: Ja, da war ich auch ganz nah dran an dem Tag.

00:54:30: Das war schon eine krasse, krasse Performance.

00:54:33: Ich wäre auch sehr gespannt gewesen, wenn dieser Sturz da nicht passiert in der Kurven-Schikane, da auf dem Einkoppscheinpflaster-Stück, wie das Rennen ausgegangen wäre zwischen Fandapul und ihm.

00:54:44: Ulla, hast du einen Ratsch?

00:54:45: Ich

00:54:45: habe ganz viele Highlights, ganz viele.

00:54:47: Also es fängt eigentlich schon mit Weilandsen-Remo an.

00:54:49: Da fahre ich unglaublich beeindruckt wie Filippo Ganna.

00:54:53: Also die Zahlen, was der da hochgedrückt hat, die Zipresser da und auch ein Putsch, Putschow hoch, die hätte ich gern mal gewusst.

00:55:00: Also wir, das ist ja, die haben sich ja da einen Battle gegeben, Tati Pukacca, Mathieu van der Poel und Philippo Ganna.

00:55:07: und Philippo Ganna hat ja bestimmt, ich weiß nicht wie viel Kilo der mehr hat, als die beiden anderen.

00:55:12: Und der ist ja da voll mitgefahren, also der muss unglaublich Wattzahlen da getreten haben.

00:55:17: Das fand ich super, super spannend schon.

00:55:19: Dann natürlich klar, was ich auch in Highlight fand, ist gerade Bianchi, wo er Tati Pukaccia extrem schwer stürzt.

00:55:26: Ja, und dann ins Herr Rissen-Trikot dann wieder an Pitcock dann ran fährt.

00:55:31: Pitcock wartet erst kurz, sah eigentlich stärker in dem Moment aus und dann hängt dann Tati Pukajara den Pitcock an den steilen Berg dann noch ab und gewinnt das Rennen im Herr Rissen-Trikot mit so einem riesen Sturz.

00:55:45: Ja, das war ja jetzt kein leichter Sturz, irgendwie in die Wiese gefallen, sondern der hat ja richtige Wunden gehabt, dass der da trotz der Sturz ist, noch so ein Renn abliefert, das fand ich sehr beeindruckend.

00:55:55: Ansonsten auch Paris-Roubaix, natürlich die Klassiker im Frühjahr, aber auch die Tour de France war natürlich stark auch mit Florian Lipowitz.

00:56:05: Jetzt bin ich ganz aufeinander.

00:56:06: Florian Lipowitz natürlich auch für Deutschland ganz wichtig, dass er sich da absolut in die Weltklasse, in die Weltspitze reingefahren hat.

00:56:13: Es waren natürlich tolle Bilder dann auch vom Champs-Élysées, wie er dann auf dem Podium stand neben Jonas Vindegard und Tati Pukacar.

00:56:22: Also ich fand, da waren ganz, ganz viele Highlights dabei.

00:56:24: Das wird jetzt zu lange dauern, um die alle jetzt runterzureißen.

00:56:30: Was ich noch beeindruckend fand, war vom Mindset her Tadeh Pogacar, Europameisterschaftstraße.

00:56:40: Also ich habe da zu Hause am TV gesessen, habe es mir anschaut und habe gedacht, was für eine innere Motivation muss Tadeh haben als frisch gebackener Weltmeister.

00:56:55: Der war irgendwie zu dem Zeitpunkt, als der Startschuss hier fallen ist, war der noch nicht mal eine Woche Weltmeister.

00:57:02: Du weißt, wenn ich dieses Rennen gewinne, kann ich das Trikot gar nicht anziehen.

00:57:08: Ich habe immer die nächste Höhle ja noch mit dem Regenbohntrikot.

00:57:12: Und dann fährt der ja schon wieder schon mit der Achtzig oder hundert Kilometer vorne weg.

00:57:20: In dem Moment denkt man sich doch, Also wahrscheinlich Ulle und ich, wir hätten gesagt, okay, es kann es Trikot eh nicht anziehen.

00:57:28: Vielleicht, wenn ihr die Möglichkeit wahrnehmen willst zu gewinnen, dann pokere ich doch mal.

00:57:34: Dann fahre ich halt bei den nächsten Besten so lange mit und versuche es in der letzten Runde abzuhängen, wenn ihr die Möglichkeiten dazu habt.

00:57:41: Aber, sagen wir mal, dieses Gefühl oder diesen Gedanken scheint ja Tati gar nicht zu haben, sondern der will einfach... Alles raushauen, was da ist.

00:57:53: Und diese Moral, der finde ich so beeindruckend.

00:57:56: Ja,

00:57:56: das ist krass, das stimmt.

00:57:57: Ich meine, auch vor allen Dingen... ... einen Rampo Evenipool, der mit einem sehr starken ... ... belgischen Team da am Start war, die ja auch ... ... Revanche wollten, die ja auch gesagt haben, ... ... so jetzt gibt es die Revanche, ja.

00:58:06: Und die wurden ja wiederkommen ... ... in den Hops genommen von dem.

00:58:08: Ja,

00:58:09: ja,

00:58:09: ja.

00:58:09: Deswegen, das war ... ... da kann ich nur beiflichten, ist jetzt natürlich ... ... noch gar nicht so lange her eigentlich, ... ... das ist ja eines der letzten Rennen.

00:58:17: Wenn ich Momente habe, an die ich mich erinnere, ... ... da muss ich auch sagen, ist es einmal, ... ... weil das so eine schöne Underdog-Geschichte war, ... ... muss ich sagen, die Hamburg sei Classics fand ich cool.

00:58:27: Ja, ja.

00:58:28: Als der Bobby Townsend sich da wirklich

00:58:30: ins

00:58:31: Ziel roppt vor dem anspringenen Feld.

00:58:35: Ich meine, das gab es ja auch noch nie, dass bei den Hamburgs High Classics mal eine Spitzengruppe durchgekommen ist.

00:58:39: Also da... Doch,

00:58:40: doch, früher schon öfters, ja?

00:58:42: Aber du hast recht die, würde sagen, die letzten, die führten die letzten fünften Jahre nicht mehr.

00:58:46: Ja, okay.

00:58:46: Und deswegen deswegen das mal so, seit ich mich das Renn schaue, habe ich das noch nie gesehen, das fand ich beeindruckend.

00:58:52: Und das zweite war für mich auch Pogaccia, aber bei der Tour am Hauter kam, also als er das erste Mal da so richtig zwei, zweieinhalb Minuten zwischen sich und Wengegard gebracht hat, wo ich gedacht habe, Krass, das ist eine Ansage, weil ich meine, er war ja den Tag davor gestürzt auch.

00:59:08: Das war ja die Situation da als... Ja, da jemand übers Vorderrad fährt, da bin ich vom UNOX-Team so ein bisschen und er stürzt.

00:59:17: Und da hätte ich mir auch gedacht, ey, da eigentlich so einen Tag nach dem Sturz, dann ist man ja vielleicht so, dass man sich eigentlich so denkt, okay, heute gehe ich eher auf Verteidigen, lass mich nicht abhängen, will keine Zeit verlieren, so.

00:59:27: Und er ist dann mit diesen frischen Blessuren, geht direkt unten, hauterkam, zieht die da los, nah war es, angezogen und dann nimmt er da die Konkurrenz einmal komplett volly, das fand ich schon krass.

00:59:37: Und der nächste, das dritte, wäre auch die Tour de France fammend tatsächlich, also... Die war ja im Gegensatz zur Männer-Tour eigentlich bis zum Ende sehr, sehr offen und sehr, sehr spannend.

00:59:46: Und das war ja dann auch so ein Husarenrett von Pauline Ferrand-Privo, die die beiden letzten Etappen gewinnt, die letzte Etappe dann im gelben Trikot.

00:59:53: Und das war auch schon sehr beeindruckend, fand ich.

00:59:56: Also ich meine, das war ja so im Gegensatz zur Männer-Tour.

01:00:00: Habe ich mir die Etappe angeschaut und war mir nicht sicher, okay.

01:00:03: Ist es jetzt in Demi Wollering?

01:00:05: Ist es Kasia Njewadoma?

01:00:06: Ist es Pauline Ferronpre?

01:00:08: Woher ist jetzt die Favoriten da so?

01:00:09: Also das war nicht, war ja schon ein eher offener Schlagabtausch.

01:00:15: Und das war schon eine sehr spannende Bergankunft, die wir uns auch schauen durfte.

01:00:21: Dazu kann ich vielleicht kurz noch was sagen.

01:00:23: Du warst gleich dabei.

01:00:24: Eben,

01:00:24: eben, eben.

01:00:25: Ich war ja gleich dabei.

01:00:26: Und das ist auch total... eigentlich schöne Wesen zu sehen, wie sich so ein Fokus dann auch verändern kann.

01:00:36: Also Kasia kam ja als Titelverteidigerin und war auch von ihrer Einstellung bereit dafür, wieder die Tour gewinnen zu wollen.

01:00:49: Dann hat sich aber während der Tour de France Femme, hat sich ja denn rausgestellt, dass eigentlich die Polinen die stärkste Fahrerin ist und auch zu Recht in Gelb war.

01:01:03: Und dann hat sich aber Kasia's Fokus nochmal so stark verändert, dass sie ja in die letzte Etappe auf Platz vier der Samtwertung gegangen ist.

01:01:15: Und ihr Ziel war dann, aufs Podium zu gehen.

01:01:17: Und eigentlich hatte Demi Wollering das selbe Ziel.

01:01:20: Die wollte halt von drei auf zwei.

01:01:22: Und wie dann quasi so ein Podiumsplatz.

01:01:28: der ja vielleicht jetzt außerhalb der polnischen Öffentlichkeit gar nicht mehr so ganz, ganz wichtig war, war für uns sozusagen in dem Jahr alles.

01:01:39: und wie das Team, also wie angefangen vom Busfahrer über ein Mechanik, zum Ronny Laucke, über die Fahrerin, die es ja den letzten Endes umgesetzt haben, bis hin zur Kasia, wie... die sich dann hier freut haben über diesen Podiumsplatz, das war ja nur schön zu sehen.

01:02:01: und dann kann ein dritter Platz eigentlich auch genauso viel wert sein wie ein Sieg.

01:02:06: Ja, ja, ja.

01:02:07: Gehe ich absolut mit.

01:02:09: Ja, und ich glaube, das muss man ja auch Kasia und Demi auf jeden Fall lassen.

01:02:14: Seitdem es die Tour de France Fam gibt, waren die beiden immer zusammen auf dem Podium.

01:02:18: Also das ist ja glaube ich auch so eine... Ehrlich, so eine Hassliebe zwischen den beiden, kann man schon fast sagen.

01:02:24: Also ich weiß dann noch, die Postings dann nach, danach, dann haben sie sich auch so, hey, wie cool, wir sind jetzt vier Stunden auf dem Podium.

01:02:30: Aber ehrlicherweise im Rennen gönn die sich ja auch nix, ne?

01:02:32: Also es ist ja auch ganz normal, die ist ja kontrahent hin.

01:02:35: Und ja, das fand ich...

01:02:37: Da ist ja ihr Fühlt wie Ulle.

01:02:39: Immer wenn Ulle die Tour hier vorne ist, war er ja auch in der Ulle-Video.

01:02:44: Aber schön fand ich auch noch ein Jahr zurück, wo Kasia dann die Tour de France gewinnt da in Altes.

01:02:49: Wo ich dich angerufen habe, Ate, und da hast du gesagt, ey, du warst so richtig, richtig happy.

01:02:54: Also richtig, da habe ich richtig gemerkt, wie glücklich du bist.

01:02:57: Jetzt habe ich schon mehrmals die Tour gewonnen.

01:02:59: Mit Bjarne, mit dir und mit Kasia jetzt.

01:03:02: Also du bist ja dabei gewesen, aber du hast dann trotzdem irgendwie auch einen Anteil.

01:03:06: Du freust dich so für die Sportler auch mit.

01:03:09: Und das finde ich auch so toll, ja.

01:03:10: Und meine Frage war an dich jetzt nochmal, wie oft bist du dann dabei beim Canyon Strum?

01:03:15: ... beim Ronny Lauke bei deinem Kumpel.

01:03:18: Bist du da, ... ... bist du bei der Tour de France dabei ... ... oder warst du da die anderen Rennen auch?

01:03:22: Also ... ... letztes Jahr war ich ... ... im Team Trainingslager mit dabei.

01:03:27: Dann war ich bei ... ... bei einigen Frühjahrsklassikern, ... ... also Stradivianke war ich mit dabei, dann bei ... ... Flandern, Ruby ... ... Lüttich und Flech.

01:03:44: Ja, cool.

01:03:44: Und dann deutsche Meisterschaft und Tour de France farmen.

01:03:49: Ja, ja, ja.

01:03:51: Ja, es ist, finde ich, cool, dass du da auch so ein bisschen sichtbar wieder bist und so weiter und dann live dabei bist und die Emotion auch aufsaugen kannst.

01:03:58: Aber ich habe mir eigentlich in Zukunft auch mehr vorgenommen, dass ich mal wirklich auch zu den Radtrennen hingehe, weil das kann man vor Ort, glaube ich, dann live dann irgendwie auch noch anders genießen und aufsaugen wie vom Fernseher.

01:04:11: Ja, komm' uns mal besuchen.

01:04:12: Ja, gerne, gerne.

01:04:13: Du wirst ja

01:04:14: direkt eine laden,

01:04:15: wenn das

01:04:15: Ding ist.

01:04:18: Du weißt ja auch noch, wie es war zu unserer Zeit.

01:04:21: Und der Männerratssport, der ist jetzt natürlich sehr strikt geworden, sehr technisch, sehr Daten getrieben.

01:04:31: Und ich will jetzt nicht sagen, dass es im Frauenratssport nicht der Fall ist.

01:04:35: Da sind natürlich dieselben Trainer.

01:04:37: Aber irgendwie ist ... ... so eine gewisse Herzlichkeit ...

01:04:42: ...

01:04:43: und es menschelt halt noch ... ... beim Frauenratssport ... ... und ich hoffe, dass das auch ... ... noch eine Weile so bleibt ... ... weil ... ... beim Männern kommt es mir manchmal ... ... so vor, als wenn es schon alles ... ... alles ... ... sehr robotisch ist.

01:05:01: Ja, aber da ist eigentlich die ... ... nächste Anschlussfrage perfekt zu, weil ... Ich hab hier auf meinem Blättchen stehen, Fahrer des Jahres, aber ich glaube, da werden wir alle denselben haben.

01:05:13: In der Tadeepo-Gascha, da wird man sehr schwer drum herumkommen, jemand anders zu wählen.

01:05:18: Obwohl, denn Jonas Winkegaard, die Vuelta gewonnen hat, obwohl in Simon Yates den Giro gewonnen hat.

01:05:23: Obwohl auch

01:05:24: Mathieu van der Prübe gewonnen hat und San Remo gewonnen hat.

01:05:27: Also ich glaub, das sind auch alles Fahrer, die man erwähnen muss in dem Jahr.

01:05:30: Aber viel spannender ist ja dann die Frage.

01:05:32: Fahrerin des Jahres.

01:05:34: Es ist Namad-Leen Valier, die ganz überraschend Weltmeisterin geworden ist.

01:05:39: Aus Kanada ist es eine Demi-Vollering.

01:05:41: Pauline Ferron-Privo, Casanier-Verdomar, Lorena Wiebes fällt mir natürlich ein.

01:05:48: Marlin Reuser.

01:05:49: Marlin

01:05:49: Reuser, sehr starkes Jahr gefahren.

01:05:53: Wer ist euch da?

01:05:53: Ich meine eigentlich alle, die wir gerade so ein bisschen erwähnt haben.

01:05:56: Fahrerin des Jahres, würde ich schon sagen Pauline Ferron-Privo.

01:06:00: Hat die Tour de France gewonnen, hat Paris Robé gewonnen.

01:06:03: Als

01:06:04: Französin beides auf heimischem Boden war für mich schon so die Fahrerin des Jahres.

01:06:10: Für mich auch, die beste Sprinterin natürlich Lorena Wives, finde ich.

01:06:15: Und eben nach dieser langen Verletzungspause, eben Marlin Reuse, fand ich super stark, wie die gefahren ist.

01:06:21: Sie hat ja auch wieder Weltmeister im Zeitfahren.

01:06:25: Die war irgendwie auch bei den großen Rundfahrten auch immer mit der vorne dabei, beim Giro, oder bei Woelter, glaube ich, war es gewesen.

01:06:31: wo sie auch ganz knapp den Sieg verpasst und also hat sich da auch wahnsinnig dann wieder Pech in der Tour de France mit ihrem Virus Wagen-Darm-Virus, wo sie dann gleich an der ersten Etappe dann raus ist wieder und dann so stark im Herbst wieder zurückgekommen.

01:06:44: Das fand ich auch eine tolle Fahrerin dieses Jahr, hat auch richtig eingeschlagen.

01:06:48: Ja und Demi Wollering mit dem Teamwechsel hat auch ihre absolute Leistung wieder gebracht, also die hat auch den Druckstand gehalten.

01:06:57: Die Tour de France nicht gewonnen, aber da war eben die Pauline Ferrand-Privo Einfach ein Stück besser.

01:07:03: Also für mich auch Pauline Voron-Privo, weil sie eben im Frühjahr diesen Klassiker gewonnen hat mit Paris-Roubaix.

01:07:10: Und dann auch die Tour de France, das ist natürlich einzigartig.

01:07:15: Ich bin eigentlich bei Lorena Wiebes, weil ich fand es beeindruckend, wie sie von Beginn der Saison bis zum Ende, also wird ja sogar nach einer Herr Grevel-Weltmeisterin, wie sie... Dadurch gezogen hat, wie sie eigentlich auch eine sehr gute, extreme Entwicklung gemacht hat, weil, als sie noch bei Ivan Spegenbring im Team war, da war sie ja wirklich eine ganz klare, reine Sprinterin und mittlerweile fährt sie auch die mittelschweren Rennen wirklich gut.

01:07:49: Und da sind oftmals schon Wirklich gute, bekannte Fahrerinnen sind abgehängt.

01:07:55: Da ist Lorena Wiebes noch mit bei.

01:08:00: Welches einzelne Rennen mich aus deutscher Sicht beeindruckt hat, war deutsche Meisterschaft Franziska Koch?

01:08:10: Also wie die da dominiert hat und wie sie eigentlich dann auch im tiefen Finale letzten anderthalb Runden da Nervenstarke blieben es, Ruhe blieben es gegen sozusagen drei Fahrerinnen von unserem Canyon's Rem.

01:08:29: Sonder Krypto-Team, dann trotzdem die die Attacken abbewert hat und dann am Ende dominiert hat und alleine ankommt.

01:08:38: Also das war aus dem Auto raus eine Sache, die sieht man nicht oft im Radsport.

01:08:45: Das war für mich sehr beeindruckend.

01:08:48: Eine Fahrerin, wo ich auch mal sagen muss, es ist für mich Absolutes Phänomen ist eine Marianne Foss, wo man ja auch nicht vergessen darf, die gewinnt die erste Etappe der Tour de France-Fam, hat das gelbe Trikot.

01:08:59: Und für mich ist es irgendwie, als du Papa damals Vizeweltmeister in Salzburg geworden bist, da ist ja Marianne Foss ganz jung, Straßenweltmeisterin geworden.

01:09:09: Und meine ich zumindest, wenn ich es richtig in Erinnerung habe.

01:09:13: Und das war, ... ... und da war ich Nachwuchsfahrer.

01:09:18: Und ... Jetzt in dem Zeitraum, wenn ich ja dann irgendwann Union gefahren und dann ureinzwanzig und dann war ich dreizehn Jahre lang Profi, dann habe ich mittlerweile aufgehört und Marianne Foss fährt immer noch und fährt immer noch übertrieben.

01:09:29: Gut, also da denke ich mir so, also die Frau fährt ja jetzt seit über zwanzig Jahren auf einem hohen Niveau und hat im Gegensatz zu.

01:09:40: anderen Frauen fahren, die dann ja, ich sag mal, die Hochzeit hatten, aufgehört haben.

01:09:44: Jetzt merken, okay, der Frauenratsport boomt, machen jetzt wieder ein Comeback.

01:09:48: So, Marianne Faust war immer dabei.

01:09:50: Die war da, bevor Frauenratsport groß war.

01:09:53: Die hat die Zeit mitgemacht und die fährt jetzt immer noch auf dem hohen Niveau, wo natürlich diese Leistungssicht immer krasser wird.

01:09:59: Also da muss ich sagen, das finde ich auch extrem beeindruckend.

01:10:05: Letzte Kategorie die ich nochmal in den rauben werfe wer vielleicht so im männerbereich auch der der newcomer des jahres oder der breakthrough.

01:10:16: Wo ich persönlich sagen muss obwohl florian lipo wird es natürlich die deutsche hoffnung.

01:10:23: einen grandiosen dritten Platz bei der Tour gemacht hat, das auf jeden Fall auch eine Newcomer des Jahresleistung ist und fand ich tatsächlich Isaac Del Toro noch krasser.

01:10:33: Also einfach, weil er den Giro, klar, wird es am Ende zweiter, geht er auf der letzten Baggithabe, geht ihm das Rosatrico ein bisschen flöten.

01:10:43: Aber allein diese Serie, die er da in Italien am Ende der Saison hingelegt hat.

01:10:47: Und ich glaube, er hat ja hinter Pogaccia auch die meisten Rennen gewonnen.

01:10:51: Und was ich auch sehr, sehr... Also das muss ich wirklich sagen, finde ich einen krassen Moment oder Aufzeig eigentlich vom UEE-Team auch, dass die sagen, hey... ... Juawa Almeda, ... ... nehmen wir nicht mehr mit ins Tourteam rein, ... ... der darf Woelter und Jiro auf eigene Kappe fahren, ... ... weil da hatte ich dieses Jahr schon so ein bisschen Sorgen, ... ... als der dann rausgestürzt ist, ... ... dachte ich mir schon so, ... ... okay, verdammt, da wird ... ... dem Pogi schon fehlen.

01:11:13: Und jetzt bewusst diese Entscheidung zu treffen, ... ... dass der nicht die Tour fährt.

01:11:16: Und der Einzige, der ja neu in dieses Team rückt, ... ... also der diesen Platz von Almeda einnimmt, ... ... ist ja Del Toro, der jetzt zur Tour geht, ... ... wo was ja schon viel heißt, dass die sagen, ... ... okay, eigentlich heißt das ja so ein bisschen ... Deltoro kann selber eine Tappe gewinnen, schrägstrich füllt die Schuhe, die da einen Almeter hinterlässt und das muss Deltoro jetzt übernehmen.

01:11:38: Ja, finde ich, bin ich mal erstmal gespannt, ob der Plan aufgeht.

01:11:41: und zweitens, war das aber auf jeden Fall der Newcomer des Jahres, das war krass, was der abgeliefert hat.

01:11:45: Fand ich auch, weil er auch mit seiner Selbstverständlichkeit nach dem zweiten Platz im Giro, mit so einer Selbstverständlichkeit zu jedem Rennen kommt, also ich kann mich auch an Österreich Rundfahrt entsinnen, wo er dann mehrere Tappen gewinnt, ich glaube drei Tappen und gesamt, also war dann einfach tatsächlich immer vorne.

01:11:59: Wenn der gestartet ist, war er praktisch immer irgendwie ganz ganz vorne oder hat den Sieg eingefahren und das fand ich so eine, der hat so eine Selbstverständlichkeit.

01:12:08: schon als so junger Fahrer, dass er sagt, ich bin jetzt Lieder hier, ich nehme die Verantwortung und gebe die auch nicht mehr ab.

01:12:16: Aber trotzdem Florian Lipovitz hat mich auch total begeistert, weil wenn du das ganze Jahr mal siehst, der war ja schon bei Paris-Nitza zweiter, das ist ja auch eine super schwere Rundverwitzung für alle.

01:12:30: Duvenet dritter, wo er da absolut mit den Krecks gefahren ist und so weiter und dann in der Tour auch bestanden.

01:12:36: Obwohl die erste Woche, ich hab mir das ja nochmal reingezogen, die erste Woche waren ja schon so ein paar Pannen auf der Windkante, da mal eine halbe Minute verloren, dort mal ein bisschen was und so weiter und dann so stark zurückgekommen in Hochgebirge und auch im Zeitfahren hat er sich wahnsinnig verbessert, also da erwarte ich mir oder er hoffe natürlich auch für uns deutsche Fans da ein tolles nächstes Jahr auch.

01:12:57: auch sehr begeistert.

01:12:59: Ja, das wäre wahrscheinlich auch so eine Frage für die Statistiker.

01:13:05: Gab es das überhaupt schon mal, dass ein deutscher Rennfahrer Paris Nizza, Dufini und Tour de France in einem Jahr auf dem Podium stand?

01:13:15: Ich weiß es gar nicht, ich glaube es nicht.

01:13:16: Nein,

01:13:16: ich kann mich auch nicht erinnern.

01:13:18: Also nicht in der neuesten Zeit auf jeden Fall.

01:13:23: Und ich meine, es sind drei sehr hochkarätige Rennen.

01:13:27: Der Lippo hat schon eine richtig geile Saison abgeliefert, genau das hast du gesagt, dass eigentlich von März bis Juli

01:13:33: war

01:13:33: das sehr krass, was der da abgeliefert hat und danach auch Wohlverdien ein bisschen rausgenommen.

01:13:40: Bin auch sehr froh, dass er zusammen mit Evernipool die Spitze bei der Tour nächstes Jahr bildet.

01:13:46: Bin auch sehr gespannt, wie das ausgehen wird.

01:13:48: Und man kann jetzt ja schon sagen, wir hatten ein richtig cooles Radsportjahr, wir freuen uns auf das Radsportjahr, wir freuen uns auf das Radsportjahr, wir freuen uns auf das Radsportjahr, wir freuen uns auf das Radsportjahr, wir freuen uns auf das Radsportjahr, wir freuen uns auf das Radsportjahr, wir freuen uns auf das Radsportjahr, wir freuen uns auf das Radsportjahr, wir freuen uns auf das Radsportjahr, wir freuen uns auf das Radsportjahr.

01:13:59: Wir werden natürlich weiter fleißig im Podcast drüber sprechen, drüber analysieren.

01:14:01: Und bevor wir zum Ende kommen, ist eigentlich meine letzte Frage so ein bisschen an euch.

01:14:05: Also was ist denn euer persönlicher Jahresrückblick so ein bisschen auf das Jahr zwanzig, fünfundzwanzig?

01:14:11: Und dass ihr vielleicht ein bisschen Zeit habt zu überlegen, kann ich auch gerne anfangen.

01:14:16: Ich kann für mich nur sagen, es war ja wirklich mein erstes komplettes Jahr nach der Profikarriere.

01:14:23: Und ich habe so ein bisschen... Ja den den Turbo gezündet in der zweiten Karriere, wir haben jetzt diesen Podcast hier neu angefangen.

01:14:31: Ich habe ein Buch geschrieben, ich habe da irgendwie mein YouTube Projekt gehabt, wo ich jede Woche einen Job ausprobiert habe.

01:14:35: Und ich kann euch sagen, ich bin tot müde am Ende des Jahres, ich bin echt platt, ich bin auch gut ausgebrannt.

01:14:42: Aber ich bin sehr glücklich über das Jahr und dass das alles so gekommen ist, wie es gekommen ist und dass ich auch gerade glaube ich in diesem Jahr diese Erfahrung machen durfte.

01:14:51: ... neue Wege zu gehen, aber trotzdem der alten Liebe ... ... treu zu bleiben so ein bisschen.

01:14:58: Also ich sag mal, dass ich jetzt ... ... im Radsport was machen darf ... ... in einer neuen Rolle.

01:15:03: Das ist eigentlich das Schönste für mich, ... ... sage ich ganz ehrlich, dass ich ... ... ich hätte mir das nicht so vorstellen können, ... ... wenn man Profifahrer war, ... ... und man wird nicht sportlicher Leiter oder Trainer.

01:15:11: Was macht man also?

01:15:12: Was ist dann deine Rolle so ein bisschen ... ... und dass ich mir jetzt so ein bisschen selber ... ... eine Rolle geschaffen habe?

01:15:19: durch Content und Medien rund um den Radsport.

01:15:21: Freut mich sehr und freue mich sehr auf die Zukunft.

01:15:24: Das heißt für mich, ich muss sagen, ich könnte ein bisschen mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen.

01:15:29: Das kam vielleicht ein bisschen kurz, aber ansonsten war das ein richtig cooles Jahr.

01:15:33: Wie geht es euch?

01:15:35: Da muss ich einfach sagen, du hast uns wirklich gut unterhalten das ganze Jahr.

01:15:39: Sehr intensiv, ich fand das toll, was du da gemacht hast.

01:15:42: Ich persönlich finde natürlich auch alles, was neu gekommen ist, also unser Podcast finde ich, da hatte ich ein bisschen Schiss vorerst, kann ich das überhaupt und so weiter, aber das macht mir wahnsinnig, hat mir wahnsinnig Spaß gemacht.

01:15:55: und guck mal, jetzt haben wir schon wieder Dezember, also wir klicken jetzt das Jahr aus und haben von Mai jetzt auch tolle Sachen gemacht.

01:16:04: dann persönlich natürlich nach meinem Umfall im Mai, wo ich im Krankenhaus lag, wo ich Rippen und Schlüsselbein und so weiter gebrochen hatte.

01:16:12: Danach habe ich dann, wo ich dann wieder aufs Rad gekommen bin, dann nach der Verletzung, nach drei Monaten war das ja.

01:16:19: Da habe ich das Radfahren doch selber so ein bisschen mehr geschätzt noch.

01:16:21: Also, dass ich irgendwie glücklich sein kann, dass ich ... Jetzt auch noch mit über fünfzig jetzt so Rad fahren kann, wann immer ich will, dass mir das Spaß macht, dass ich jetzt genieße, dass ich auch mit meiner Freundin mal langsam fahren kann, aber auch wenn ich will auch mal ein bisschen schneller mit einer Gruppe oder sowas.

01:16:37: Also das genieße ich jetzt noch mehr nach dem Unfall.

01:16:40: Weil da ist ja immer wieder, man muss Glück haben und man kann sich auch wieder nach so einem, eben nach so einem Unfall dann auch wieder aufraffen und wieder motivieren und das nochmal anders schätzen.

01:16:52: Weißt du, was ich meine?

01:16:54: Das war für mich ein absolutes Highlight und dann auch, mir hat auch Spaß gemacht, wirklich in den Profi-Radsport intensiver wieder reinzuschauen, nachdem ich ja einige Jahre fast gar nicht mich damit beschäftigt habe wegen meinen persönlichen Problemen.

01:17:08: Aber durch den Podcast jetzt ja, wusste ich ja, durfte ich viel mehr Radrennen auch wieder im Fernsehen schauen und so weiter.

01:17:15: Das hat mir auch Spaß gemacht, muss ich sagen, dass ich da jetzt wieder so in der Radsport-Szene so ein bisschen mehr drin bin.

01:17:21: Cool.

01:17:22: Ja.

01:17:23: Wie ist bei dir, Papa?

01:17:25: Ach, ich hatte eigentlich, oder ich hätte gedacht, dass ich eigentlich so ein ganz durchschnittliches Jahr hinter mir hatte, bin ja Anfang des Jahres, hatte ich mir vorhin noch ein bisschen weniger Rad zu fahren.

01:17:38: habe dann aber an mir selber festgestellt, dass ich mich da unwohl mit fühle, wenn du dann mal so hier drei Kilo mehr zunimmst und dann hast du auf immer hier so eine kleine Speckrolle, die du vorher nicht hattest.

01:17:54: Da muss ich sagen, habe ich mich irgendwie so innerlich ein bisschen unwohl mit gefühlt und bin jetzt zum Jahresende wieder ein bisschen mehr gefahren, fühle mich damit eigentlich wohler.

01:18:04: Obwohl ich so auf lange Sicht, ist mir ganz klar, dass ich reduzieren will.

01:18:12: Und der Punkt ist, dass man ja manchmal denkt, dass man glücklicher sein könnte.

01:18:22: So während der Tour am Finale habe ich Axel Merx getroffen und dann hat er mir von Eddy Merx erzählt auch.

01:18:29: Den gesundheitlichen Problem von Eddy mit der dritten Hüftoperation und dass ich das entzündet hatte.

01:18:37: Und es war für mich dann irgendwie war das so ein kleine Erweckungserlebnis, weil er dachte, der Eddy hat jetzt gesagt, er wünscht sich nichts mehr, als dass er wieder draußen in einer Naturrad fahren kann.

01:18:54: Und dann dachte ich, ja, das kann ich, ja.

01:18:58: Also es gibt ja eigentlich gar keinen Grund, unglücklich zu sein.

01:19:03: Das ist natürlich schön.

01:19:05: Das ist auch total nachvollziehbar.

01:19:07: Es gibt mir nach meinem Unfall genauso.

01:19:09: Da kann ich Eddy Merks auch sehr gut verstehen.

01:19:11: Wir waren ja auch bei Eddy Merks mal zu Hause.

01:19:12: Da hat er das gleich erzählt.

01:19:14: Und der Mann ist ja schon über achtzig.

01:19:17: Und meine Frage Eta, an dich natürlich, wie viele Kilometer fährst du da noch im Jahr?

01:19:23: Wenn du dann so reduzieren willst.

01:19:26: Der große Jahreskilometervergleich.

01:19:28: Wer ist am meisten gefahren?

01:19:31: Ich kann es euch sagen.

01:19:33: Ich bin ja, was sowas anbetrifft, bin ja unheimlich zahlen fixiert.

01:19:39: Normalerweise ist bei uns im Haus, die Kordler, meine Frau, die ist die zahlenorientierter, aber wenn es ums ums Fahrrad fahren geht, da habe ich schon so einen kleinen zahlen spielen, zahlensplien.

01:19:51: Ulle weiß das ja, wenn wir ja, ja, ja, ja.

01:19:52: Wenn

01:19:52: wir ja, ja, ja, ja.

01:19:53: Wenn

01:19:53: wir ja, ja, ja, ja.

01:19:54: Wenn wir ja, ja, ja, ja, ja.

01:19:55: Wenn wir ja, ja, ja, ja, ja, ja.

01:19:56: Wenn wir ja, ja, ja, ja, ja, ja.

01:19:57: Wenn wir ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja.

01:19:58: Wenn wir ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja,

01:19:59: ja.

01:19:59: Wenn wir ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja.

01:19:59: Wenn

01:20:00: wir ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja.

01:20:02: Also ich habe jetzt mal zusammengezählt, die vier Jahre Amateure, die gefahren bin und dann sechzehn Jahre Profis sind zusammen zwanzig Jahre.

01:20:13: Sozusagen Elite Männer würde man es heute nennen.

01:20:17: Da hatte ich ungefähr achthundertdreißig tausend Kilometer zusammen.

01:20:21: Und dann hatte ich mir vorgenommen, dass ich in den zwanzig Jahren danach die Hälfte fahren will, damit ich irgendwie so noch ein gutes Körper ich fühle habe und dass ich sozusagen ordentlich abtrainiere.

01:20:39: Also die Hälfte habe ich jetzt schon, obwohl ich noch drei Jahre Zeit habe.

01:20:44: Und jetzt habe ich mir vorhin genommen, wenn ich die nächsten drei Jahre relativ wenig fahre, war dann so ungefähr zwölf oder dreizehntausend pro Jahr, also das ist ein Monat, tausend Kilometer, das ist eigentlich okay.

01:20:57: Das

01:20:58: ist ja nix.

01:20:59: Dann hätte ich in den zwanzig Jahren, nach der aktiven Zeit hätte ich ungefähr vierhundert achtzigtausend Kilometer, was ein Durchschnitt von vierhundert zwanzigtausend ist.

01:21:11: Und dann kann ich sagen, werde ich es für mich wahrscheinlich auch so versuchen, die nächsten drei Jahre noch mit diesen Kilometern hinzukommen.

01:21:21: Und dann wäre ich, glaube ich, für mich auch irgendwie zufrieden und kann dann mich in aller Ruhe das Altenteil begeben.

01:21:27: Aber da muss ich ja sagen, also erstmal herzlichen Glückwunsch.

01:21:30: Du bist ja da in der Richtung mein absolutes Vorbild.

01:21:34: Also das ist wirklich Schapo, dass du jedes Jahr so viele Kilometer auch hinbekommen hast und da so fit bist.

01:21:42: Also du bist ja wahnsinnig fit.

01:21:44: Und das mit den Röhrchen kann ich ganz gut nachvollziehen.

01:21:48: Na, ich will auch wieder mehr Kilometer fahren.

01:21:51: Da bist du wirklich mein Vorbild, wie du das hinkriegst und auch so diszipliniert vor allen Dingen auch noch bis dort.

01:21:58: Das finde ich stark, muss ich echt sagen.

01:22:00: Eigentlich hatten wir ja früher, hatten wir ja alle irgendwie denselben Effekt, wenn wir trainieren konnten oder uns vorhin um haben, Rad zu fahren.

01:22:16: Es ging jetzt nicht, weil es vielleicht regnet hat oder die Straße war nass oder sonst was.

01:22:24: Dann war es ja oft so, dass wir gesagt haben, komm wir verschieben erst mal auf elf, aber spätestens um zwölf hat uns ja das schlechte Wissen rausgetrieben.

01:22:31: und wenn es dann noch mehr regnet hat, als vor zwei Stunden, war es auch egal, wann wir fahren.

01:22:37: Also das habe ich heute nicht mehr.

01:22:40: Also wenn die Straße nass ist, dann fahr ich wirklich nicht los.

01:22:43: Aber so diese... Diese kleine, schlechte Wissen, dann ist es trotzdem geblieben.

01:22:49: Aber wer hatte

01:22:50: denn jetzt beide?

01:22:51: Habe ich noch keine

01:22:52: Frage gehört?

01:22:53: Ich finde es aber auch schön, wenn du so hörst, das hört man ja in der Szene, der Ed ist noch so fit und so wahnsinnig, wie toll der noch aussieht und wie der Junge halt hat.

01:23:05: Ich meine, das ist ja auch wie so ein Ritterschlag.

01:23:10: Ich fühle mich damit gut.

01:23:11: Und ich kann auch irgendwie in Mallorca oder so bis du auf viel Mallorca fahren.

01:23:15: Wenn ich da so ein paar Treffe aus dem Profibereich oder die Nationalmannschaft fährt dann mal vorbei oder so, da hänge ich mich hinten rein und dann fahre ich da einfach mit.

01:23:23: Ich kann die Kilometer berghoch berg runter, egal was sie wachen, da kann ich mitfahren.

01:23:27: Das kann ich natürlich lange schon nicht mehr.

01:23:29: Da bist du wirklich mein Vorbild, was das angeht, muss ich sagen.

01:23:33: Und ja, da wünsche ich dir auch noch viel Spaß für die nächsten Jahre, dass du da die Kilometer zusammenkrist.

01:23:39: Auf alle Fall.

01:23:39: Ich hab dieses Jahr nur, ich bin ja, ich bin ja dieses Jahr mindestens, also fast vier Monate nach dem Sturz sehr, sehr wenig gefahren.

01:23:48: Ich werde nur ausreden.

01:23:50: Ja, ja, stimmt.

01:23:53: Vielleicht so fünf tausend Kilometer.

01:23:56: Ich hab's eben nicht so aufgeschrieben oder so.

01:23:58: Ich bin da nicht so akribisch mehr, aber ich schätze mal so um die fünftausend.

01:24:05: Aber

01:24:05: du hattest doch Schlüsselbeinbruch oder nicht?

01:24:07: Ja, ebent.

01:24:08: Also Mai bis Mai und dann drei Monate war ich gar nicht offenfahrer und dann halt wieder ganz langsam angefangen.

01:24:14: Hör mal, Räuft, der hat damals so ein... Ja, stimmt!

01:24:16: ...so eine

01:24:18: Rolle.

01:24:20: Der hat den Oberkörper abgeliegt.

01:24:23: Weil er hat gesagt, die Beine gingen doch noch.

01:24:28: Also es ist wirklich für mich faszinierend, weil ich habe ja dieses Jahr gehabt, wie schnell auch die Profis wieder aufs Rad kommen.

01:24:34: Also die lassen sich dann operieren und auch was weniger hatte dort.

01:24:39: Ich hatte ja auch den Rippe und die Rippe hat ja auch die Lunge verletzt und so weiter.

01:24:43: Das sind alles Verletzungen, muss ich sagen.

01:24:46: Also Schapo vor den Profis, wie schnell die wieder aufs Rad kommen und wie schnell die dann wieder fit sind.

01:24:54: Das habe ich jetzt selbst an eigenen Körper gespürt.

01:24:57: Das ist nicht einfach.

01:24:58: Es ist ein Schapofer von den Provis, die da so hart und so knochenhart trainieren und diszipliniert sind.

01:25:05: Echt Wahnsinn.

01:25:07: Ja, bei einer Sache muss ich euch auf jeden Fall recht geben.

01:25:09: Also, ich bin definitiv auch nicht so viel Rad gefahren, dieses Jahr, wie ich es gerne gemacht hätte.

01:25:15: Jim ist so ein bisschen mein Ersatzspot geworden, weil er einfach zeitlicher besser in meinen Alltag einzuflegen ist.

01:25:21: Und ich habe gerade mal auf Strava geschaut, auf meinem Profil.

01:25:24: Da steht ja die Jahreskilometer.

01:25:26: Ich glaube, da habe ich nicht jeder einzelne Einheit getrackt, aber eigentlich die meisten.

01:25:30: Und da habe ich aktuell, glaube ich, zweitausendfünfhundert Kilometer.

01:25:33: Also, lass das vielleicht mal dreitausend Kilometer sein, wenn ich gefahren bin.

01:25:36: Also auch maximal ein Zehntel von dem, was ich als Profi geschafft habe.

01:25:39: Das muss auch in Zukunft wieder mehr werden.

01:25:42: Dementsprechend, Ulla hat fünf.

01:25:44: Ich habe drei.

01:25:45: Papa, wie viel hast du?

01:25:47: Ich werde, äh, einundzwanzig schaffen dieses Jahr.

01:25:50: Ich werde heute wirklich ein.

01:25:52: Wie viel fehlen da noch?

01:25:53: Super.

01:25:54: Super.

01:25:56: Äh, ja.

01:25:57: Nicht mehr viel.

01:25:58: Ich glaube, ich bin sogar schon drüber.

01:25:59: Ich wollte einundzwanzig, aber jetzt werden es vielleicht zweinhalb mehr oder

01:26:03: so.

01:26:03: Ja, sehr gut.

01:26:04: Hey, Leute, können wir alle ruhig starten.

01:26:06: Abba hat seinen Kilometer Ziel erreicht.

01:26:09: Es war doch ein gutes Jahr.

01:26:10: Ja, aber...

01:26:11: Ich

01:26:11: wollte sechzehn, aber irgendwie ist er in mehr gewohnt.

01:26:17: Manchmal ist das so.

01:26:18: Leute, kommentiert ihr sehr, sehr gern mal, wie viele Jahreskilometer ihr habt.

01:26:23: Bei uns in der Kommentarfunktion beim Podcast macht das sehr, sehr gerne.

01:26:27: Ich würde mich auch interessieren.

01:26:28: Hat irgendjemand meinen Papa geschlagen?

01:26:30: Hat jemand mehr?

01:26:31: habe ich die wenigsten Kilometer hier von allen oder gibt es jemanden der noch weniger gefahren ist.

01:26:37: Leute, wir kommen zum Ende.

01:26:38: Du

01:26:38: hast zweieinhalb mehr als ich auf Strafer.

01:26:40: Ja, das stimmt.

01:26:41: Da hast du recht.

01:26:44: Das ist ja auch das Schöne.

01:26:45: Papa treckt ja davon nicht aufs Strafer oder so, nicht für die Öffentlichkeit.

01:26:48: Das wird alles in so einem kleinen Douglas-Kalender behandfest gehalten, weißt du?

01:26:52: Ja.

01:26:53: Aber ich lasse mir das gerade nochmal so ein bisschen auf der Zunge zergehen.

01:26:56: Also Lebenskilometer jetzt knapp in Millionen, sag ich mal, ein bisschen aufgerundet.

01:27:02: Das ist schon Wahnsinn, oder?

01:27:03: Also über achthunderttausend Lebenskilometer.

01:27:07: Das ist schon

01:27:09: mehr oder?

01:27:10: Neunhundert Millionen oder?

01:27:14: Also das Schöne, Ulle, weißt du was das ist?

01:27:15: Eine

01:27:15: Million, eine Million, über eine Million Lebenskilometer.

01:27:19: Es war eine wunderschöne letzte Folge mit euch.

01:27:22: Wir wünschen euch allen eine frohe Weihnachten.

01:27:25: Gestern, wenn ihr es hört, gestern war Heiligabend, wir wünschen euch ein frohes Fest, wir wünschen euch einen guten Rutsch ins neue Jahr.

01:27:31: Die letzten Worte, die haben Ulle und mein Papa.

01:27:35: Wir hören uns nächstes Jahr, macht's gut, rutscht gut rein.

01:27:38: Ja, das war ein wunderschönes Jahr.

01:27:40: Ich bedanke mich auch bei allen Zuhörerinnen und Zuhörern, also das auch für die Unterstützung.

01:27:46: Wünsche natürlich allen ein wunderschönes Weihnachtsfest und rutsch gut rein und dann hören wir uns im Januar wieder.

01:27:53: Top motiviert und danke Ede, dass du mit dabei warst, habe mich persönlich sehr gefreut.

01:27:57: Wir haben uns ja auch schon vorher lange nicht mehr gesehen und gesprochen.

01:28:01: Also auch dir natürlich alles Gute und ja, ein schönes Weihnachtsfest an alle.

01:28:07: Wünsche ich euch auch ein schönes, frohes Weihnachten, einen guten Rutsch, alles Gutes fürs neue Jahr.

01:28:13: Und um mit Eddy Merks zu enden, fahrt so viel oder so wenig, so schnell oder so langsam, wie ihr wollt, Hauptsache ihr Fahrrad.

Über diesen Podcast

ULLE & RICK von Jan Ullrich und Rick Zabel ist der Radsport Podcast, bei dem alle Hörer*innen merken, wie sehr er ihnen gefehlt hat – bis sie ihn zum ersten Mal hören. Warum? Weil niemand so lustig und kompetent zugleich über Radrennen sprechen kann wie die beiden Ex-Profisportler. Auch Hörer*innen, denen der Radsport noch fremd ist, die nur mal einschalten, wenn in Frankreich um Gelb gefahren wird, kommen auf ihre Kosten. Weil Rick und Jan den Radsport personalisieren. ULLE & RICK vermittelt das besondere Drama des Radsports und ist dabei so frisch wie der Wind im Gesicht bei einer Abfahrt vom Col du Galibier. Immer donnerstags überall, wo es Podcasts gibt.

von und mit Rick Zabel und Jan Ullrich

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